In Tübingen wird die Wärme des Abwassers aus einem der Tübinger Hauptsammler zur Wärmeversorgung der Aischbachschule und des nahegelegenen Kinderhauses genutzt. Dazu wurden speziell entwickelte Wärmetauscher an der Sohle des Abwasserkanals verlegt. Sie entziehen dem Abwasser Wärme, die über einen Zwischenkreislauf zur Heizzentrale der Aischbachschule transportiert wird. Mittels einer Gas-Absorptionswärmepumpe wird die Wärme auf ein Niveau gebracht, das für die Beheizung des Gebäudes nutzbar ist. Nach der Machbarkeitsstudie und vor der Entwurfsplanung wurden die Berechnungsannahmen durch eine spezielle Messkampagne vor Ort abgesichert.

Klinger und Partner hat die Gesamtanlage geplant und betreut, heizungsseitig haben die Stadtwerke Tübingen die Fachplanung übernommen.

  • Ansprechpartner: Jan Butz
  • Projektzeitraum:
    2009
  • Auftraggeber:
    Stadtwerke Tübingen GmbH
  • Ort:
    72070 Tübingen
  • Arbeitsgebiet:
    Abwasserwärme

Leistungen

  • Machbarkeitsstudien
  • Vor- und Entwurfsplanung
  • Ausführungsplanung
  • Bauüberwachung
  • Potenzialstudie (Ausarbeitung zweier Varianten, Kostenschätzung, Berechnung der Umweltauswirkungen)
  • Vorbereitung, Begleitung und Auswertung der Messkampagne zur Absicherung der Berechnungsannahmen (Abfluss und Temperatur)

Technische Daten

  • Fläche der Wärmetauscher: 21 m²
  • Länge der Wärmetauscher: 18 m
  • max. Entzugsleistung Wärmetauscher: 22,5 KW
  • max. Wärmeleistung Heizzentrale: 230 kW
  • Wärmeproduktion Heizzentrale: 290.000 kWh/a
  • CO2-Einsparung: 15 t CO2/a
  • Wärmetauscher und Zwischenkreislauf