Sanierungsmaßnahmen, die den Boden und das Grundwasser betreffen, gehen zumeist umfangreiche Untersuchungen und Gefährdungsabschätzungen voran. Auf Grundlage dieser Untersuchungen werden die je nach Standort infrage kommenden Sanierungsmaßnahmen geplant und in enger Abstimmung mit der Umweltbehörde ausgeführt. Die Behörde hat dabei im Voraus die Verhältnismäßigkeit der Sanierungsmaßnahmen unter Abwägung von Nutzen und Kosten gemäß Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) zu prüfen. Die Behörde führt zudem ein Kataster, in dem die bekannten Altlasten und Verdachtsflächen gelistet und bewertet sind. Diese Informationsquellen sind bei Baumaßnahmen auf vorgenutzten Flächen bereits im Stadium der Vorplanung zu erheben und bei Bedarf gezielt durch weitere Untersuchungen zu vertiefen, um kostenintensive "Überraschungen" bei der Ausführung zu vermeiden.