Aufgrund fortschreitender Abfallablagerung wurden mit dem 4. Bauabschnitt der Basisabdichtung im Auffüllabschnitt II der Deponie die Ablagerungsflächen für Abfälle der Deponieklassen I und II erweitert. Die Erweiterung schließt im Norden und Osten an den Bestand des 3. Bauabschnitts sowie im Südosten an den Bestand der Basisabdichtung aus den Jahren 2008 und 2010 an.
Im Bereich der Deponieklasse I wurde die Baisabdichtung aus einer technischen Barriere, einer mineralische Dichtung mit Trennvlies sowie einer flächigen Entwässerungsschicht aus Gleisschotter mit Trennvlies zum Abfall gebaut. Im Bereich der Deponieklasse II wurde die Basisabdichtung aus einer technischen Barriere, einer mineralischen Dichtung, einer Kunststoffdichtungsbahn, einer Sandschutzmatte sowie einer flächigen Entwässerungsschicht aus Gleisschotter mit Trennvlies zum Abfall gebaut.
Die Ausführung der technischen Barriere und der mineralischen Dichtung konnte im Steilbereich aufgrund von Böschungsneigungen bis 1:1,5 nur in Kassettenbauweise (horizontale Lagen von 25 cm) erfolgen. Nach Aufbringen des Trennvlieses (DK I-Bereich), bzw. der Kunststoffdichtungsbahn mit Sandschutzmatte (DK II-Bereich) wurde die Entwässerungsschicht mit Trennvlies und Abfallgegenschüttung aus Standsicherheitsgründen in einzelnen Höhenstufen bis auf eine Gesamthöhe von ca. 11 m eingebaut. Im Flachbereich (bis zu einer Böschungsneigung von 1:2,5) wurde die geologische Barriere und die mineralische Dichtung hangparallel eingebaut.
Im DK I-Bereich wurde eine bestehende Sickerwasserdrainage mit Auflager um ca. 65 m verlängert, im DK II-Bereich zwei Sickerwasserdrainagen mit Auflager um insgesamt ca. 70 m. Im alten Auffüllabschnitt II wurden 11 Sickerwasserschächte umgebaut.
Im Osten der Erd- und Bauschuttdeponie - Am Froschgraben - befindet sich der Rekultivierungsabschnitt RA1. In diesem Abschnitt wurden Abfälle der Deponieklasse I abgelagert. Er umfasst eine Böschungsfläche von ca. 40.000 m2 mit einer Böschungsneigung von hauptsächlich ca 1:2,6.
Ende 2021 wurde mit dem Bau der Oberflächenabdichtung begonnen. Nach dem Abtrag von Oberboden und verwertbarem Boden wurde eine Profilierungsschicht aus DK I Abfällen eingebaut. Der Aufbau der Oberflächenabdichtung besteht aus einer Trag- und Ausgleichsschicht (d = 30 cm), einer 2,5 mm dicken Kunststoffdichtungsbahn mit Schutzvlies, einer Entwässerungsschicht (d = 30 cm) und einer abschließenden 2 m dicken Rekultivierungsschicht, die später bewaldet wird. Als Erosionsschutz wurde auf die Rekultivierungsschicht eine Kokosmatte aufgebracht und zwischenbegrünt. Zur Ableitung von Oberflächenwasser aus der Entwässerungsschicht wurden Drainagen aus PE-HD, da 280 mit Anschluss an vorhandene Oberflächenwassergräben verlegt. Des Weiteren wurden zwei Sickerwassermesspegel im Bereich der Oberflächenabdichtung mit Durchdringselementen eingebaut.
Die B 10 zwischen Pforzheim und Stuttgart wird südlich von Vaihingen mit einem Brückenbauwerk (Egelseebrücke) über die Enz geführt.
Aufgrund von Brückenschäden und unzureichender Tragfähigkeit wurde ein Ersatzneubau an gleicher Stelle notwendig. Im Jahr 2016 wurde als Vorabmaßnahme eine Behelfsumfahrung nördlich der Egelseebrücke erbaut, in deren Zug eine Behelfsbrücke im Bereich der Enz und ein Durchlassbauwerk am westlichen Ufer erstellt wurden. 2019 wurde dann mit dem Bau der neuen Egelseebrücke im Zuge der B10 über die Enz sowie den anschließenden Rückbau der Behelfsumfahrung begonnen.
Die baulichen und zu überwachenden Maßnahmen umfassen:
1) Neubau Egelseebrücke,
2) Herstellung bindemittelverfestigte Straßendämme,
3) Herstellung Wellrohrdurchlass im Damm der Behelfsumfahrung zur Unterführung der Walter-de-Pay-Straße,
4) Herstellung Straßenbelag der B10-Umfahrung,
5) Rückbau Behelfsbrücke (SS80) einschließlich Gründung (Stahlbetonwiderlager auf Bohrpfahlgründung).
Für die leistungsfähige Anbindung der neuen Feuerwache in Aalen-Unterkochen muss die Aalener Straße im Bereich Dorfmühle ausgebaut werden. Hierzu gehört die Verbesserung der vorhandenen Verkehrssituation an den Einmündungen und eine Steigerung der Verkehrssicherheit am Bahnübergang Wöhrstraße. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die Aalener Straße als Schwerlaststrecke ausgewiesen ist.
Die Einmündung Kocherstraße wird zukünftig in einen Kreisverkehrsplatz umgewandelt, an den auch die neue Feuerwache angeschlossen wird. In Richtung Bahnübergang Wöhrstraße ist zudem eine Rechtsabbiegespur für den Kfz-Verkehr vorgesehen.
Entlang der Aalener Straße werden im Zuge des Ausbaus barrierefreie Querungshilfen angeordnet und auf der Westseite ein durchgehende 4,0 m breiter Geh- und Radweg angelegt. Als Vorabmaßnahme muss der Kocher mit einem neuen Durchlass DN 1800 und einem Trog mit beidseitigen Gabionenwänden um den geplanten Kreisverkehr herum verlegt werden. Dies war bei den Planungen entsprechend zu berücksichtigen
Zur Umsetzung der wasserrechtlichen Genehmigung im Einzugsgebiet Dürrmenz plant die Stadt Mühlacker den Umbau des Regenüberlaufs Herrenwaag. Neben dem Neubau eines Speicherbeckens wurde die vorhandene Anlage ertüchtigt beziehungsweise instandgesetzt und das vorhandene Hochwasserpumpwerk wurde erweitert.
Der neu zu erschaffende Speicherraum beträgt ca. 450 m³. Der Standort des Beckens befindet sich innerhalb der Überflutungsflächen des Vorfluters (Enz). Das Speicherbecken wird in Stahlbetonbauweise hergestellt. Aufgrund der Nähe zur Enz ist die Baugrube wasserdicht als Bohrpfahlwand herzustellen. Das Becken ist mit Klärüberlauf im Nebenschluss konzipiert.
Es erfolgte die Bemessung nach ATV-A 166.
Neben dem Neubau ist die vorhandene Anlage instand zu setzen. Hierzu gehören die Trennschwelle, das Hochwasserpumpwerk und weitere Zulaufbauwerke. Diese wurden an die hydraulische Gegebenheit angepasst und grundlegend instandgesetzt (u. a. Beton-Instandsetzung). Die Umsetzung der hydraulischen und baulichen Optimierung erfolgte unter beengten Verhältnissen im Altbestand unter Betrieb. Betriebszugänge und Wartungsaufwand wurden stark verbessert.
Innerhalb der Baugrube wurde die Erweiterung des vorhandenen Hochwasserpumpwerks wirtschaftlich und kompakt realisiert. Es erfolgte der Ausbau zusätzlicher 500 l/s Förderleistung im Hochwasserfall. Zudem wurde im Bereich des Beckenüberlaufs ein Grobstoffrechen mit einem Durchfluss von ca. 1.200 l/s realisiert. Die vorhandenen technischen Anlagen wurden erneuert beziehungsweise ertüchtigt.
Die Maßnahme wurde erschwert unter Betrieb der vorhandenen Anlage umgesetzt. In einem letzten Arbeitsschritt wurden die Außenanlagen und der Einlauf in die Enz dem Stand der Technik angepasst und erneuert.
Deponiebetreiber haben jährlich einen Deponiejahresbericht zu erstellen, um den ordnungsmäßigen Betrieb der Deponie nachzuweisen. Je nach Deponie werden verschiedene Kennzahlen in unterschiedlicher Häufigkeit ermittelt und dokumentiert. So werden beispielsweise die Mengen des Sickerwassers, der Gasproduktion sowie die Grundwasserstände dokumentiert und die Güte von Sicker- und Grundwasser, Oberflächenwasser oder die Zusammensetzung des Deponiegases untersucht. Im Landkreis Rottweil handelt es sich um drei Deponien, bei denen die Jahresberichte bis zum Jahr 2016 nur teilweise mit der GWDB+D bearbeitet wurden.
Auf Grundlage der bisherigen Daten und Berichte (Berichte in Papierform lagen bis einschließlich 2016 vor, Daten in der GWDB+D waren nur teilweise bis 2016 eingepflegt) sollte je Deponie ein Deponiejahresbericht für die Jahre 2017/2018 sowie ein getrennter Bericht für das Jahr 2019 erstellt werden. Hierzu waren unter anderem umfangreiche Arbeiten mit der GWDB+D notwendig.
Im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Erweiterung der Kläranlage Aspach von 13.000 auf 20.000 Einwohnerwerte wurde ein zweites Nachklärbecken sowie ein neues Zwischenhebewerk gebaut. Neben der Kapazitätserweiterung (Anschluss aller Ortsteile und Außenhöfe) ist die Verbesserung der Reinigungswirkung und die Gewährleistung der Betriebssicherheit Ziel der Maßnahme.
Das Nachkärbecken wurde mit Hilfe einer überschnittenen Bohrpfahlwand als Stahlbeton-Rundbecken mit Schlammschildräumer ausgeführt. Zur Beschickung der beiden Nachkärbecken ist es erforderlich, den Wasserspiegel nach den Belebungsbecken anzuheben. Hierfür wurde ein neues Zwischenhebewerk mit Rohrschneckenpumpen erstellt, in das ein Bauwerk zur Verteilung des Abwasser auf die beiden Nachklärbecken und der zugehörige Schaltraum integriert ist. Der Abzug des Rücklaufschlamms aus den beiden Nachklärbecken erfolgt über zwei separate Mess- und Regelstrecken. Die erforderlichen Rohrleitungen mit Durchflussmessungen und Regelarmaturen wurden in einen neu erstellten Schacht eingebaut. Die Arbeiten wurden im laufenden Betrieb der Kläranlage und auf sehr begrenztem Baufeld durchgeführt.
Nach Inbetriebnahme des neuen Zwischenhebewerks und des neuen Nachklärbeckens wurde das bestehende und veraltete Zwischenhebewerk abgebrochen und neue Betriebsflächen erschaffen. Die Maßnahme wurde durch das Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg anteilig gefördert.
Zur Baufeldfreimachung für eine spätere Neubebaung der Altablagerung Schinderrain in Vaihingen an der Enz sollten die beiden noch bestehenden Sozialwohnungen zurückgebaut werden. Bereits im Jahr 2020 wurden durch unser Büro zwei baugleiche Sozialwohnungen auf dem Gelände zurückgebaut.
Die Rückbauarbeiten wurden mit einer umfangreichen Schadstoffsanierung im Dezember 2023 begonnen. Hierbei kam es unter anderem zu einer umfangreichen Sanierung von asbesthaltigen Wellplattendach, KMF-haltige Dämmung auf der Decke, im Bodenaufbau und der Fassade sowie asbesthaltiger Nachtspeicheröfen. Der maschinelle Rückbau dauerte bis Februar 2024 an. Aufgrund des Standortes oberhalb einer Altablagerung mussten besonders bei Arbeiten in der Tiefe mit erhöhter Vorsicht sowie unter Einhaltung besonderer Regeln gearbeitet werden.
Die Klinger und Partner GmbH übernahm hierbei die Planung der Rückbauarbeiten sowie die örtliche Bauüberwachung.
Die ehemalige Lagerhalle und Werkstatt der Elwertstraße 8 in Stuttgart Bad – Cannstatt bestehend aus einer ca. 2.450 m² großen Lagerhalle mit Werkstatt aus dem Jahr 1976 sowie einem Anbau von ca. 570 m² aus dem Jahr 1978, wurden für eine Nutzungsänderung bis zur Bodenplatte zurückgebaut. Das Hauptgebäude bestand lokal aus 3 Stockwerken (EG, 1. OG und 2. OG), das Nebengebäude bestand aus einem Stockwerk. Ein Eingriff in den Untergrund ist nicht erfolgt.
Die Arbeiten begannen mit der orientierenden Gebäudesubstanz- und Schadstoffuntersuchung im Jahr 2021. Aufgrund des komplexen Auffinden von Schadstoffen haben weitere ergänzende Erkundungen um Jahr 2022 stattgefunden. Vor der Durchführung des Rückbaus wurde in der Lagerhalle eine Grundwassermessstelle verschlossen. Mit umfangreichen Entkernungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten begann der Rückbau der Gebäude Ende 2023. Aufgrund des Antreffens von nicht selektierbaren schadstoffhaltigen Anstrichen am bereits sehr maroden Trapezbleches sowie schadstoffhaltige Bauteile in der Tragswerkskonstruktion der Stahlbetonskelettbauweise hat der Rückbau selektiv mit der Schadstoffsanierung stattgefunden. Hierbei wurden die einzelnen Bereiche lokal zurückgebaut und separat ausgebaut. Aufgrund der direkten Angrenzung von Nachbarn mussten Verbindungelemente zwischen dern Gebäuden vorab getrennt werden und die Arbeiten besonders vorsichtig sowie emissionsarm durchgeführt werden. Die Fertigstellung der Arbeiten erfolgte im Juni 2024.
Die Klinger und Partner GmbH übernahm hierbei die orientierende Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung, die geotechnische Begutachtgung, die Planung der Rückbauarbeiten sowie die örtliche Bauüberwachung.
Für die Weiternutzung eines Verwaltungsgebäudes mit zukünftig hochwertigen Büroräumen ist eine Kernsanierung geplant. Der historisch gewachsene Gebäudekomplex besteht aus drei Gebäudeteilen. Hierbei fanden in verschiedenen Jahren diverse An- und Umbauten statt. Alle mit der Schadstoffsanierung zusammenhängenden Arbeiten werden durch das Klinger und Partner Ingenieurbüro für Bauwesen und Umwelttechnik GmbH (KuP) geplant und überwacht, alle restlichen Sanierungsarbeiten wurden von einem Architekturbüro sowie den entsprechenden Fachplanern übernommen.
Die Arbeiten begannen mit der orientierenden Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung im Herbst/Winter 2024, während das Gebäude weiterhin in Teilen genutzt wurde. Die Erkundung sollte die bereits vorliegenden Ergebnisse mehrerer Vorerkundungen ergänzen. Hierzu wurden bauseits Bauteilöffnungen erstellen und durch KuP aus den Bauteilöffnungen sowie oberflächennah insgesamt ca. 270 Proben entnommen.
Im Rahmen der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen wurden vor Ort die schadstoffbelasteten Massen ermittelt. Die Massenermittlung fand hierbei in direkter Abstimmungen mit dem Auftraggeber und den weiteren Fachplanern statt, um die Sanierungsarbeiten im vollen Umfang zu planen und Synergien zu nutzen. Die Schadstoffsanierung beginnt nach Auszug der Nutzer voraussichtlich im Sommer/Herbst 2025 mit umfangreichen Entkernungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten.
Die Klinger und Partner GmbH übernahm die orientierende Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung, die Planung der Schadstoffsanierungsarbeiten inklusive der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen sowie die örtliche Bauüberwachung der Schadstoffsanierung.
Für die Baufeldfreimachung einer Liegenschaft der Hochschule für Polizei in Wertheim ist der Rückbau eines Gebäudekomplexes geplant. Der Komplex besteht aus 4 baugleichen und zusammenhängenden Gebäuden, wobei nur das erste Gebäude orientierend auf Gebäudeschadstoffe und die Bausubstanz untersucht werden sollte. Die weiteren 3 baugleichen Gebäude wurden begangen, visuell bewertet und nur lokal ergänzend beprobt, um Abweichungen vom ersten Gebäude zu prüfen.
In der Historie wurde der Gebäudekomplex als Lehrgebäude genutzt sowie anschließend lokal als Wohnheim. Weitergehend fanden in dem Gebäudekomplex Einsatzübungen der Polizei statt. Die Erkundung soll die bereits vorliegenden Ergebnisse einer Vorerkundung ergänzen. Hierbei wurde bereits weitreichend Asbest nachgewiesen, wobei das Eingrenzen der Asbestvorkommen durch eine effektive und auskömmlichen Planung der Probenahme im Fokus stand. Die Planung fand aufgrund der Vorkenntnisse in direkter Abstimmung mit einer Fachkraft für Arbeitssicherheit statt.
Die Arbeiten begannen mit der orientierenden Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung im Winter 2024. Hierzu wurden insgesamt 15 Bauteilöffnungen mittels Diamantbohrgerät von KuP durchgeführt sowie insgesamt ca. 95 Proben entnommen. Weitergehend wurden 33 weitere Bauteile visuell bewertet und eingestuft.
Die Klinger und Partner GmbH übernahm hierbei Planung und Durchführung der orientierenden Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung
Zur Baufeldfreimachung für den Neubau eines Bildungszentrums auf dem Gelände der Alb Fils Kliniken in Göppingen sollte ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) abgebrochen werden.
Die Arbeiten begannen mit der orientierenden Gebäudesubstanz- und Schadstoffuntersuchung im Frühjahr 2022, während das Gebäude weiterhin voll genutzt wurde. Hierzu wurden oberflächliche Proben entnommen sowie Bohrkerne durchgeführt. Ihm Rahmen der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen wurden vor Ort Massen ermittelt und es fanden Abstimmungen mit dem Auftraggeber zur Leitungssituation vor Ort statt.
Der Rückbau begann nach Auszug der Nutzer Ende 2023 mit umfangreichen Entkernungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten. Hierbei wurden vor allem Abhangdecken sowie Dämmungen in Gipskartonwänden aus Künstlicher Mineralfaser (KMF) ausgebaut. Der maschinelle Abbruch dauerte von Januar 2024 bis Ende Februar 2024. Nach dem Rückbau wurde die Baugrube seitlich geböscht und dem Neubau übergeben.
Die Klinger und Partner GmbH übernahm hierbei die orientierende Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung, die Planung der Rückbauarbeiten mitsamt Erstellung der Ausschreibungsunterlagen sowie die örtliche Bauüberwachung.
Abbruch einer Bestandstiefgarage und Neubau einer Wohnanlage mit 3 Mehrfamilienhäuser (128 Wohneinheiten), einer Kindertagesstätte und einer 2-geschossigen Tiefgarage in 70437 Stuttgart-Freiberg, Am Eschbach.
Die Stadt Ludwigsburg beauftragte Klinger und Partner Ingenierbüro für Bauwesen und Umwelttechnik GmbH (KuP) mit der modelltechnischen Untersuchung eines multifunktionalen Retentionsraums im SKS-Areal in Ludwigsburg. Folgende Teile wurden bearbeitet:
1. Modellaufbau Bestand:
Für die Berechnungen wurde ein hydraulisches Modell (2D) nach der Methodik des Leitfadens „Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg“ aufgebaut.
2. Einbau Retentionsraum
Die Geländeveränderungen der Planungen wurden in das Modell eingearbeitet. Dies erfolgte in einem iterativen Prozess in enger Absprache mit den zuständigen Landschaftsarchitekten.
3. Bewertung der Maßnahme
Anschließend wurde die Maßnahme hinsichtlich der Wirksamkeit bewertet sowie Umsetzungsmöglichkeiten evaluiert.
Zur potenziellen Nutzung der Abwasserwärme im Ablauf dem Klärwerk Heepen in Bielefeld wurde mit unserer Studie die Machbarkeit untersucht.
Dazu wurde mit Hilfe einer Ortsbesichtigung, Abstimmungen mit dem Auftraggeber sowie fachlich begründeten Annahmen zunächst das Wärmeangebot abgeschätzt und ein technisches Grobkonzept für eine mögliche Abwasserwärmenutzungsanlage aufgestellt. Es wurden basierend auf den Anforderungen und Standortbedingungen zwei Varianten ausgearbeitet, für die mittels Ermittlung von Kosten für Investition und Betrieb auch die Wirtschaftlichkeit betrachtet wurde. Beide Varianten gehen von den weitgehend gleichen maschinentechnischen Einrichtungen aus, so dass die zugehörige Entzugsleistung zu je etwa 840 kW ermittelt wurde. Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Varianten ergeben sich durch die Aufstellung bzw. Einbindung in den Klärwerksablauf:
· Variante 1 wurde direkt in den Klärwerksablauf integriert.
· Variante 2 wurde in einer Bypass-Aufstellung vorgesehen.
Anzumerken ist, dass in die durchgeführten Betrachtungen nur die erzeugerseitigen Anlagenkomponenten eingeflossen (bis einschließlich Wärmepumpe) sind, da die Nachfragesituation zur Nutzung der Abwasserwärme noch unbekannt ist. Darüber hinaus wurden auch genehmigungsrechtliche Punkte in der Studie aufgegriffen, wobei insbesondere die resultierende Temperaturveränderung im Vorfluter im Gespräch mit der zuständigen Bezirksregierung thematisiert wurde. Auf Grund der diesbezüglich positiven zu erwartenden Auswirkungen auf den Vorfluter steht aktuell die Bezirksregierung einem entsprechenden Vorhaben sehr wohlwollend gegenüber.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass auf dem Klärwerk Heepen ablaufseitig gute bis sehr gute Bedingungen für den Betrieb einer Abwasserwärmenutzungsanlage vorherrschen und eine Anordnung einer solchen Anlage grundsätzlich machbar wäre. Das Potenzial wird als hoch eingeschätzt.
Zu den bedeutendsten Entwicklungsflächen Stuttgarts gehört das ehemalige Güterbahnhofareal in Stuttgart-Bad Cannstatt. Auf der 22 Hektar umfassenden Fläche entsteht das neue Stadtquartier „Neckarpark“ mit energetisch hocheffizienter Bebauung. Als Hauptenergiequelle der Wärmeversorgung dient das städtische Abwasser. Die Abwärme wird mittels Abwasserwärmetauscher („Rinnenwärmetauscher“) im Abwasserkanal über ein Niedrigtemperatur-Nahwärmenetz genutzt. Dies ist die Säule des Energiekonzepts für das neue Quartier.
Die Wärmetauscher konnten dazu an der Sohle der anlässlich der Quartiersentwicklung verlegten Hauptsammlers (Ersatzneubau) installiert werden. Der Sammler hat ein Rechteckprofil mit den Maßen 2400 mm (B) x 2100 mm (H) und entwässert neben den stromaufwärtsgelegenen Stadtteilen der Stadt Stuttgart (Ober- und Untertürkheim, Uhlbach) auch fast die gesamte Stadt Esslingen.
Leistungsgrenze war die Einführung des Zwischenkreislaufs in die Heizzentrale, die im Untergeschoss eines Parkhauses untergebracht wurde, das sich direkt neben dem Kanal befand. Die Verlegung der Wärmetauscher war baulich an den Bau des Kanals gekoppelt und fand deswegen vorgezogen statt. Die finale Abnahme hingegen konnte erst nach Fertigstellung der Heizzentrale und dem Anschluss der ersten Verbraucher mit einem erfolgreichen Leistungstest stattfinden. Aufgrund der langen „Stillstandszeit“ fand die Befüllung des Zwischenkreislaufs zunächst mit reinem Wasser statt, das Frostschutzmittel wurde erst später beigemischt.
Auch der Bau des erdverlegten Zwischenkreislaufs fand aufgrund äußerer Zwänge in zwei Phasen statt: Zunächst wurde der Abschnitt vom Kanal aus dem Straßenraum heraus durchgeführt, nach Errichtung der Heizzentrale der zweite Teil mit der Einführung ins Gebäude.
Die Anlage stellt derzeit die größte Abwasserwärmenutzungsanlage Europas innerhalb der Kanalisation dar.
Aufgrund der Größe der Anlage und den hohen Anforderungen an die versorgten Gebäude (Niedrigsenergiegebiet mit Vorlauftemperaturen < 45 °C) wurde das Gesamtprojekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz als Forschungsprojekt gefördert.
Die Bundesstraße 14 (B 14) durchquert das Gemeindegebiet von Nufringen. Der größere Teil von Nufringen mit dem Ortskern befindet sich nordwestlich der B 14, während sich südöstlich davon einige Wohn- und Gewerbegebiete, Sportanlagen und der Friedhof befinden. Der Ortskern ist über zwei Zufahrtsstraßen von der B 14 aus erschlossen: die K 1067 Hauptstraße im Norden und die Rohrauer Straße im Süden.
Die Straßenplanung sieht einen Umbau der Knotenpunkte vor, bei denen der südliche zukünftig entfallen und der nördliche Knotenpunkt umgebaut und daran die neue Rohrauer Straße aus Osten angeschlossen werden soll. In diesem Zuge ist auch die B 14 aus zubauen und muss insbesondere in Richtung Süden deutlich aufgeweitet werden.
Das Untersuchungsgebiet der Schalltechnischen Untersuchung erstreckt sich über den gesamten Bereich der Baumaßnahme und wird im Süden, Norden, Westen und Osten durch verschiedene geografische Punkte begrenzt. Entlang der B 14 gibt es im Süden von Nufringen bestehende Lärmschutzanlagen, während an den Kreisstraßen K 1067 und K 1045 keine Lärmschutzanlagen vorhanden sind.
Hinzu kam eine zweite zu betrachtende Variante, bei dem beide bestehenden Knotenpunkte beibehalten wurden aber die Strecke der B 14 dazwischen durchgehend auf 4 Fahrstreifen aufgeweitet werden musste
Der plangleiche Knotenpunkt „Albanus“ soll auf der Strecke der B 29 zwischen Affalterried und Hüttlingen teilplanfrei umgebaut werden. Hinzu kommt ein Ausbau der B 29 südlich des Knotenpunktes. Auf Grund dessen handelt es sich um eine wesentliche Änderung der Verkehrsanlage weshalb auch ein Schalltechnisches Gutachten erstellt und mögliche aktive Lärmschutzanlagen dimensioniert werden müssen.
Des Weiteren war ein Schadstoffgutachten nach RLuS zu erstellen.
Die bestehende B 10 verläuft von Stuttgart kommend über Göppingen und Geislingen nach Ulm. Sie stellt eine wichtige West-Ost Verbindung in Baden-Württemberg dar und ist zugleich die Hauptverkehrsachse des Filstals. Die aktuelle Planung der B 10 beginnt ab der AS Gingen Ost. Hier wird zunächst ein dreistreifiger Straßenquerschnitt EKL1 RQ 15,5 gemäß RAL 2012 vorgesehen. Wegen der geringer werdenden prognostizierten Verkehrsbelastung in Richtung Ulm, kann ab der AS Geislingen West auf einen zweistreifigen Querschnitt der EKL2 RQ 11,5+ reduziert werden.
Die Trasse führt durch ein ehemaliges Bergbaugebiet mit umfangreichen Stollenanlagen, durch Überschwemmungsgebiete und sensible Bereiche des Arten- und Landschaftsschutzes. Aufgrund der angrenzenden Siedlungsflächen sind auch umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Hierfür wurden schalltechnische Untersuchungen und Maßnahmen gemäß der RLS-19 und RLS-90 (Fauna) durchgeführt.
Die Bundesautobahn BAB 6/E50 Heilbronn-Nürnberg soll zwischen dem Autobahnkreuz Weinsberg und der Landesgrenze Baden-Württemberg / Bayern 6-streifig ausgebaut werden. Der betrachtete Abschnitt 3 beginnt bei Betriebskilometer 663+500 nordwestlich von Neuenstein und endet bei Betriebskilometer 673+500 östlich von Wester nach. Im Streckenabschnitt befinden sich mit der AS Neuenstein und der AS Kupferzell zwei Anschlussstellen zur Verknüpfung mit dem nachgeordneten Netz. Zwischen Betriebs-km 669+000 und 669+500 liegt die Tank- und Rastanlage Hohenlohe.
Im Rahmen der Planung für den 6-streifigen Ausbau der A 6 im Abschnitt 3 (Öhringen - Kupferzell) waren die Einwirkungen des Straßenverkehrslärms auf die Bebauung im Bereich der gesamten Baustrecke detailliert zu beurteilen.
Die vorliegende Schalltechnische Untersuchung wird zunächst auf Grundlage der einschlägigen Gesetze und Richtlinien für den Hauptzug der A 6 und die zugeordneten Rampen der Anschlussstellen durchgeführt. In einem weiteren Schritt werden Berechnungen für den Gesamtlärm Straßenverkehr (Autobahn und Nebenzüge)durchgeführt.
Die Bundesautobahn BAB 6/E 50 Heilbronn-Nürnberg soll zwischen dem Autobahnkreuz Weinsberg und der Landesgrenze Baden-Württemberg / Bayern 6-streifig ausgebaut werden. Der betrachtete Abschnitt 4 beginnt bei BAB-km 673+500 östlich der AS Kupferzell und endet bei BAB-km 684+200 westlich der AS Ilshofen/Wolpertshausen. Im Streckenabschnitt befindet sich die AS Schwäbisch Hall zur Verknüpfung mit dem nachgeordneten Netz, die Kochertalbrücke und die zwischen Betriebs-km 681+000 und 681+500 liegende PWC-Anlage „Kochertal“.
Die Trasse orientiert sich im Wesentlichen an der Bestandstrasse mit gestreckter Trassierung und geringen Längsneigungen. Westlich des Kochertals befinden sich auf der Nordseite der Autobahn die Ortschaften Bauersbach und Einweiler (zu Kupferzell), Leipoldsweiler (zu Untermünkheim) sowie Herdtlingshagen, Reisachshof und Rückertsbronn (zu Braunsbach). Südlichder Autobahn liegen Brachbach und Gaisdorf (zu Untermünkheim). Östlich der Kochertalbrücke befinden auf der Nordseite keine Ortschaften in der Nähe der Trasse, südlich davon Geislingen und der Hergershof (zu Braunsbach) sowie Hohenberg (zu Wolpertshausen) und Wolpertshausen.
Die vorliegende Schalltechnische Untersuchung wird zunächst auf Grundlage der einschlägigen Gesetze und Richtlinien für den Hauptzug der A6 und die zugeordneten Rampen der Anschlussstellen durchgeführt. In einem weiteren Schritt werden Berechnungen für den Gesamtlärm Straßenverkehr (Autobahn und Nebenzüge) durchgeführt.
Die Bundesautobahn BAB 6/E 50 Heilbronn-Nürnberg soll zwischen dem Autobahnkreuz Weinsberg und der Landesgrenze Baden-Württemberg / Bayern 6-streifig ausgebaut werden. Der betrachtete Abschnitt 1 beginnt bei Betriebskilometer 642+000 östlich des AK Weinsberg und endet bei Betriebskilometer 652+000 östlich der AS Bretzfeld. Im Streckenabschnitt befindet sich mit der AS Bretzfeld die einzige Anschlussstelle im Planungsabschnitt zur Verknüpfung mit dem nachgeordneten Netz. Die Trasse orientiert sich im Wesentlichen an der Bestandstrasse. Diese führt über eine Links-Rechts-Kurvenabfolge zunächst nordwestlich und nördlich um die Ortschaft Grantschen herum. In der Folge wird Wimmental südlich, Dimbach nördlich und Schwabbach wiederum südlich umfahren. Aufgrund der Topografie im Untersuchungsraum verläuft die Autobahn in einer Abfolge aus moderaten Einschnitten und Dämmen.
Im Rahmen der Planung für den 6-streifigen Ausbau der A6 im Abschnitt 1 (AK Weinsberg - Bretzfeld) waren die Einwirkungen des Straßenverkehrslärms auf die Bebauung im Bereich der gesamten Baustrecke detailliert zu beurteilen.
Die vorliegende Schalltechnische Untersuchung wird zunächst auf Grundlage der einschlägigen Gesetze und Richtlinien für den Hauptzug der A6 und die zugeordneten Rampen der Anschlussstellen durchgeführt. In einem weiteren Schritt wurden Berechnungen für den Gesamtlärm Straßenverkehr (Autobahn und Nebenzüge) durchgeführt.
Im Jahr 2016 wurden von der Klinger und Partner GmbH für den Abwasserzweckverband Hardheim-Höpfingen (AZV) sechs mögliche Ausbauvarianten untersucht. Im Ergebnis wurde (neben der Ertüchtigung der vorhandenen Anlage) der Neubau einer weiteren Belebung und eines Nachklärbeckens und die Instandsetzung des vorhandenen Anlagenteile („Kombibecken 1 – Belebung 1 und 2 und Nachklärung 1) beschlossen.
Die beiden Betriebsteile „Belebung 3“ und „Nachklärbecken 2“ wurden im ersten Bauabschnitt bis Ende 2022 ebenfalls in einem runden Kombibecken erstellt. Die Kläranlagenerweiterung stellt zum gesicherten Erreichen der weitergehenden Reinigungsanforderungen bezüglich Phosphor sowie Ammoniumstickstoff und Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) einen wichtigen Meilenstein dar. Durch die Umsetzung des ersten Bauabschnittes konnte die Betriebssicherheit beispielhaft durch die Herstellung einer „2-Straßigkeit“ wesentlich verbessert und optimiert werden. Die Maßnahme wurde durch das Umweltamt Baden-Württemberg gefördert.
Im ersten Bauabschnitt wurden folgende Gewerke realisiert:
- Bau eines zweiten Kombibeckens, bestehend aus Belebungs- und Nachklärbecken
- Neubau eines Verteilerbauwerks
- Neugestaltung der Zufahrt
- Erneuerung der Schaltanlage
- Sicherung Uferböschung der Erfa
- Neue Gebläsestation
In einem zweiten Bauabschnitt wurden die vorhandenen Belebungs- und Nachklärbecken bis Mitte 2024 saniert bzw. vollständig ertüchtigt. Die Steuertechnik des zweiten Abschnittes wurde komplett in die neue Gesamtanlage integriert. Der zweite Bauabschnitt beinhaltet die Einrichtung einer Bio-P-Zone, welche energiesparend und nachhaltig betrieben werden kann. Der zweite Bauabschnitt beinhaltet die Vorhaltung einer eventuellen Kapazitätserweiterung. Diese Erweiterung wird nur im Krisen- bzw. besonderen Einzelfall notwendig und wurde wirtschaftlich in den Regelbetrieb integriert. Die Maßnahmen des zweiten Bauabschnittes wurden z.T. durch das Umweltamt Baden-Württemberg gefördert.
Im zweiten Bauabschnitt wurden folgende Gewerke realisiert:
- Betoninstandsetzung der vorhandenen Belebung und Nachklärung
- Einrichtung einer Bio-P-Zone
- Komplette Verfahrenstechnische Ertüchtigung inkl. NKB-Räumer
- Einrichtung einer C-Quelle (im besonderen Einzelfall)
- Einrichtung von zusätzlichen Belüfter-Kapazitäten (im besonderen Einzelfall)
- Sanierung des Sandfangs
Das Gesamtprojekt wird 2025 termingerecht im Rahmen der Kostenberechnung abgeschlossen.
Projektbeschreibung
Die wasserrechtlichen Erlaubnisse der Regenklärbecken (RKB) am Flughafen Stuttgart laufen ab. Deshalb soll ein gemeinsamer Verlängerungsantrag für alle Becken (gemäß der Richtlinie DWA-A 102-2) gestellt werden.
Die Einleitstelle des RKB Nord kann als klassischer Auslass von einem Trennsystemen betrachtet werden. Die Belastungskategorien werden dabei flächendetailliert nach der jeweiligen Flächenart bestimmt. Der Nachweis erfolgte „konventionell“ nach DWA-A 102-2.
Die Einzugsgebiete des RKB Feuerwache, RKB Mitte und des Kombispeichers entwässern über zwei Einleitstellen in den Vorfluter. Die Aufteilung der Abflüsse erfolgt über 5 Trennbauwerke, die verschmutzungsabhängig – bezogen auf die TOC-Konzentration – gesteuert werden. Der TOC steht dabei für die Verschmutzung aus Enteisungsmitteln. In Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde wurde deswegen beschlossen, den Nachweis hier nicht über eine Langzeitsimulation mit generierten Niederschlagsreihen zu führen, sondern über eine „empirische“ Simulation dreier zurückliegender Jahre, für die sowohl gemessene Niederschlagsdaten, als auch die realen Schieberstellungen vorlagen. In umfangreichen Voruntersuchungen wurden 13 relevante Schieberstellungen ausgewählt, die XY % der Zeiten mit Niederschlag abdecken. Für jede dieser Schieberstellung wird ein separates Modell aufgestellt. Im Nachgang zur Simulation werden die Ergebnisse der Einzelsimulationen über die Ganglinienausgabe exportiert und anschließend in einer Tabellenkalkulation zusammengeführt.
Über den „klassischen“ Nachweis der AFS63-Jahresentlastungsfrachten hinaus sind zudem Nachweise zum Hochwasserschutz (freies Beckenvolumen) und zur TOC-Einleitkonzentration gefordert, die über umfangreiche Datenanalysen erbracht werden.
Gemäß der Bestandsberechnung werden die Anforderungen des Regelwerks nicht eingehalten. Es wurden daraufhin konstruktiv/betriebliche Sanierungsmaßnahmen ausgearbeitet und in einem abschließenden Schritt das sanierte System nachgewiesen.
Projektbeschreibung
Für die Kläranlage (KA) der Gemeinde Althengstett war der Nachweis der Regenwasserbehandlungsanlagen über eine Schmutzfrachtberechnung (Langzeitkontinuumssimulation) nach aktuellem Regelwerk DWA-A 102-2 zu erbringen. Grundlage für die Eingangsdaten sind die Allgemeinen Kanalisationspläne (AKPs) im Einzugsgebiet der KA Althengstett.
In der Prognoseberechnung wird die zulässige Schmutzfracht knapp eingehalten. Die Einzelnachweise für die Regenbeckenerfolgte mit erhöhten Anforderungen. Da jedoch das Mindestmischverhältnis an einem Regenüberlaufbecken (RÜB) nicht eingehalten wird und zudem im AKP hydraulische Entlastungen des Hauptsammlers durch einen neuen Sammler mit neuem RÜB erforderlich sind, wurde eine Optimierungsberechnung durchgeführt. In der nachfolgenden Sanierungsberechnung konnten sämtliche Nachweise gemäß Regelwerk erbracht werden.
Im Zuge der Ergebnisdarstellung der Schmutzfrachtberechnung wurde auch die hydraulische Beeinträchtigung der Gewässer an den Einleitstellender Entlastungsbauwerke untersucht. Nachdem feststellt wurde, dass an den Einleitstellen die maßgebenden Abflüsse der Einzugsgebiete die ein jährlichen Hochwasserabflüsse der Gewässer deutlich überschreiten,
fordert das Landratsamt Calw eine Reduzierung der hydraulischen Belastung der Gewässer auf ein verträgliches Maß. In einem ersten Schrittsollen die erforderlichen Rückhaltevolumina ermittelt werden und die nicht ordnungsgemäß funktionierende Stauklappe an einem RÜB ausgebaut und ggf. erneuert werden.
Die Simulation wurde mit dem Programm KOSIM, Version 7.8.4, des itwh Hannover durchgeführt.
Die Stadt Ludwigsburg möchte das 8,5 ha große Gewerbegebiet „Waldäcker III“ erschließen. Für die Entwässerung dieses Gebiets war das vorgegebene Ziel, die Wasserbilanz gegenüber dem natürlichen Zustand so wenig wie möglich zu verändern und den Niederschlagsabfluss aus dem Gebiet in die bestehende Mischwasserkanalisation so weit wie möglich zu minimieren.
Dazu wird das auf den öffentlichen Straßenflächen anfallende Niederschlagswasser mittels Straßenabläufen gesammelt und in eine neue Regenwasserkanalisation eingeleitet und das Regenwasser anschließend in einem Stauraumkanal DN 1600 aus Stahlbeton gefasst, mit einer Wirbeldrossel gedrosselt und zum bestehenden Mischwasserkanal abgeleitet.
Der Stauraumkanal selbst besteht aus 36 lfm Stahlbetonrohren DN1600 und einem Drosselschacht (DN 2500). Durch den Einbau des Stauraumkanals und der gedrosselten Ableitung der Regenwassermenge in das bestehende Kanalnetz wird die hydraulische Situation im bestehenden Kanalnetz nur minimal verschlechtert.
Die Dachflächen der vier Baufelder des Projekts sind intensivbegrünt und entwässern in Zisternen und von dort gedrosselt in den Mischwasserkanal.
Hof-, Verkehrs- und besondere Verkehrsflächen sind teilweise begrünt, um den Abfluss möglichst gering zu halten. Auf den Grundstücken des neuen Gewerbegebiets ist eine vollständige Versickerung aufgrund der Bodeneigenschaften nicht möglich.
Trotz der ungünstigen Bodeneigenschaften soll ein Versickern, aber vor allem die Verdunstung des auf der Grundstücksfläche anfallenden Niederschlags gefördert werden. Dieses Ziel wird durch auf den Grundstücken angeordnete Grünstreifen (Pflanzgebot, leicht muldenförmig profiliert) gefördert.
Projektbeschreibung
Im Auftrag der Gemeinde Wurmberg werden umfangreiche Ersatzneubaumaßnahmen des Mischwasserkanals im Bereich der Steilstrecke zwischen dem Siedlungsgebiet und dem Regenüberlaufbecken 205 Talgraben und zwei zufließenden Seitensträngen (ebenfalls Steilstrecken) durchgeführt. KuP wurde mit der Planung und Bauüberwachung beauftragt.
Im Rahmen der Baumaßnahme werden die hydraulisch überlasteten Kanalhaltungen erneuert und gleichzeitig auf dimensioniert, der asphaltierte Feldweg muss dazu komplett erneuert werden. Nachdem im Bestand mehrmals Überflutungen aufgetreten sind, wurde in der Planung großen Wert auf eine Energieumwandlung gelegt. Es wird nun an nahezu allen Schächten die Energiehöhe dauerhaft unter Deckelniveau gehalten, in bestimmten Schächten sind dafür Abstürze zur Energieumwandlung (Fallschächte) mit Durchmesser DN 1500 und DN 2000 erforderlich.
Projektbeschreibung
Im Auftrag der Stadtentwässerung Göppingen (SEG) erstellte Klinger und Partner Ingenieurbüro für Bauwesen und Umwelttechnik GmbH (KuP) eine Schmutzfrachtsimulation für das Einzugsgebiet der Kläranlage Göppingen mit Berücksichtigung einer gewässerökologischen Untersuchung. Das Einzugsgebiet umfasst die Städte Göppingen und Eislingen sowie sieben weitere Anschlussgemeinden. Insgesamt sind im Einzugsgebiet 91 Mischwasserentlastungen einschließlich der Kläranlage vorhanden.
In-situ-Beobachtungen des Entlastungsverhaltens, die zu einigen Becken aus dem gewässerökologischen Gutachten vorlagen, wurden qualitativ mit den Ergebnissen der Schmutzfrachtberechnung für den Bestand verglichen. In Fällen, in denen sich nennenswerte Unterschiede ergaben, wurden das Modellsystem und der Zustand bzw. die Einstellung der Becken überprüft. Wurden dabei Unzulänglichkeiten offenbar, so konnten diese im Modell korrigiert bzw. vor Ort abgestellt werden.
Für die Optimierungsberechnung wurden seitens des LRA Göppingen über die Normalanforderungen hinaus weitere gewässerseitige Anforderungen erhoben. Grundlage hierfür waren Informationen über das temporäre Trockenfallen einzelner Gewässer(-abschnitte), Grundsätze zum Schutz von Quellbereichen und das gewässerökologische Gutachten. Daraus ergaben sich an einigen Bauwerken ein Verschlechterungsverbot, bzw. erhöhte Anforderungen mit Verschlechterungsverbot sowie an zwei Bauwerken ein Verbesserungswunsch für die CSB-Jahresentlastungsfracht im Vergleich zum Bestand.
In der Optimierungsberechnung gelang es, sämtliche Anforderungen durch die Erhöhung des Kläranlagenzuflusses und Umstellung der Drosselabflüsse einiger Bauwerke einzuhalten. Zusätzliches Beckenvolumen ist nicht notwendig.
Die Simulation wurde mit dem Programm KOSIM, Version 7.4, des itwh Hannover durchgeführt.
Die Gemeinde Neckartailfingen beauftragte das Starkregenrisikomanagement nach dem Leitfaden „Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg“. Folgende Teile wurden bearbeitet:
1. Die Gefährdungsanalyse beinhaltet die Erstellung von Starkregengefahrenkarten für drei verschiedene Regenereignisse. In den Karten werden die maximalen Überflutungstiefen, die Fließgeschwindigkeiten und die Überflutungsausdehnung dargestellt.
2. Die Risikoanalyse umfasst eine detaillierte Auswertung der erstellten Starkregengefahrenkarten. Dabei liegt der Fokus auf der Risikobetrachtung und der anschließenden Erstellung von Risikosteckbriefen für öffentliche Gebäude.
Das Handlungskonzept ist der letzte Schritt des Starkregenrisikomanagements. Es hat zum Ziel, die Gefahr der niederschlagsbedingten Überflutungen zu verringern und umfasst die Informationsvorsorge, die Flächenvorsorge, das Krisenmanagement und eine Konzeption von baulichen Maßnahmen.
Durch die Aufgabe des Rutesheimer Produktionsstandorts der Robert Bosch GmbH kann die Stadt Rutesheim zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft (WoGe) der Robert Bosch GmbH ein innerstädtisches Wohngebiet mit rd. 2,7 ha Grundstücksfläche ausweisen. Die Erschließung erfolgt federführend durch die Stadt. Die öffentliche Erschließung umfasst die Gewerke Straßenbau, Entwässerung, Trinkwasser- und Fernwärmeversorgung. Die Strom-, Telefon- und Breitbandversorgung des Gebietes erfolgt durch die Netzbetreiber.
Das für das Neubaugebiet geplante Fernwärmenetz wird auf die bestehenden Privathaushalte und kommunalen Gebäude entlang der Robert-Bosch-Straße ausgeweitet (Leitungsplanung einschl. Heizzentrale: Ingenieurbüro Schuler, Bietigheim). Außerdem soll in der Robert-Bosch-Straße, die in die Jahre gekommene Trinkwasserleitung erneuert und gemäß der Rohrnetzberechnung aufdimensioniert werden. Auch die TV-Befahrung der Kanalisation ergab großen Sanierungsbedarf, wovon ein Teil in offener Bauweise ausgeführt werden muss. Dies führt unter Berücksichtigung der zunehmenden Starkregenereignisse zu einer vollständigen Erneuerung und Neutrassierung des Straßenbaus der Robert-Bosch-Straße.
Im Zuge der Erschließung und der Sanierungsarbeiten werden die vier Bushaltestellen an der Bahnhofstraße und der Robert-Bosch-Straße gemäß den Anforderungen an die Barrierefreiheit umgestaltet. Außerdem werden die geplanten Baumstandorte in Hinblick auf den Klimawandel mit eigens dafür von der Klinger und Partner GmbH konzipierten Bodenfilter- und Schachtfilter-Baumrigolen ausgestattet.
Die Stadt Rutesheim beauftragte Klinger und Partner Ingenieurbüro für Bauwesen und Umwelttechnik GmbH mit der Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung der Konversionsfläche Bosch-Areal nördlich und südlich der Robert-Bosch-Straße sowie den Sanierungsarbeiten in der Robert-Bosch-Straße, der Bahnhofstraße und den beiden Wegen Richtung Kläranlage.
Das Personenförderungsgesetz (PBefG) gibt in § 8 Abs. 3 Satz 3 vor: „Der Nahverkehrsplan hat die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen, für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis (…) eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen.“ Dementsprechend hat sich die Stadt Gerlingen zum Ziel gesetzt ihre sämtlichen Bushaltestellen in mehreren Bauabschnitten entsprechend der Anforderungen an die Barrierefreiheit umzubauen.
Der Bauabschnitt 1 mit elf Umbauten und einem Neubau wurde bereits erfolgreich realisiert, wie auf dem Projektfoto ersichtlich. Im Sommer/Herbst 2024 beginnen die Bauarbeiten für den Bauabschnitt 2 mit weiteren zehn Haltestellenumbauten sowie zusätzlichen fünf neuen barrierefreien Bushaltestellen. Parallel dazu befindet sich die Klinger und Partner GmbH in der Planung des Bauabschnitts 3 der die Umgestaltung von sieben Haltestellenkaps, -buchten bzw. Fahrbahnrandhaltestellen sowie einer Rendezvous-Haltestelle mit Umgestaltung eines zentralen Platzes beinhaltet.
Beim Thema Barrierefreiheit sind stets die unterschiedlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen, die sich aus den jeweiligen gesundheitlichen Einschränkungen von Personen ergeben. Einerseits ist die Haltestelle sowie das unmittelbare Umfeld so zu gestalten, dass der barrierefreie Ein- und Ausstieg, die Erreichbarkeit der Haltestelle und das Queren zur gegenüberliegenden Haltestelle gesichert wird. Wobei für Personen mit Rollator oder Rollstuhl andere Anforderungen gestellt werden als für Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Ergänzend dazu kommt ein optisches und taktiles Leitsystem, welches den Betroffenen bei der Orientierung hilft, um ein möglichst eigenständiges Bewegen zu ermöglichen. Unter Berücksichtigung weiterer Rahmenbedingungen stellt sich die Klinger und Partner GmbH dieser komplexen Aufgabe mit großer sozialer Tragweite für eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben. Die durch das LGVFG-Programm des Landes Baden-Württemberg abrufbaren Fördermittel unterstützen die Kommunen bei der Umsetzung der o. g. gesetzlichen Forderung.
Zur Baufeldfreimachung für die Erschließung des Neubaugebiets Leimengrube in Vaihingen an der Enz soll ein ehemaliger Schweinstall sowie ein ehemaliger Hühnerstall abgebrochen werden.
Die Arbeiten begannen mit der orientierenden Gebäudesubstanz- und Schadstoffuntersuchung im Jahr 2022. Mit umfangreichen Entkernungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten begann der Rückbau der Gebäude Anfang 2023. Hierbei kam es unter anderem zu einer umfangreichen Sanierung von asbesthaltigen Faserzementplatten sowie Dämmung aus alter Mineralwolle (KMF). Der maschinelle Abbruch dauerte von Februar 2023 bis April 2023. Hierbei musste aufgrund der noch unter dem Spaltboden lagernde Gülle behutsam gearbeitet werden, so dass diese nicht kontaminiert wurde.
Die Klinger und Partner GmbH übernahm hierbei die orientierende Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung, die geotechnische Begutachtung, die Planung der Rückbauarbeiten sowie die örtliche Bauüberwachung.
Der ehemalige Lokschuppen der Stadt Stuttgart liegt im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofes Stuttgart. Bei dem Lokschuppen handelt es sich um ein ca. 100 Jahre altes Gebäude mit einem unbekannten Stand von Sanierungen. Weitergehend wurde die Nachschauhalle im direkten Gleisvorfeld visuell begangen und die Analytik des Lokschuppens in Abhängigkeit der Bauteile transferiert.
Der Lokschuppen besteht aus 3 Etagen, wobei die Nutzung sich deutlich unterscheidet. Die Nutzung des 800 m² großen Obergeschosses hat sich hierbei auf Büroräume begrenzt. Während im Erdgeschoss weitere Büros zu finden sind, wurden hierbei auf 8.400 m² diverse Werkstätten, Bereiche zum Schweißen und der Metallverarbeitung sowie eine Waschanlage für Züge, diverse Gleise für die Wartung von Zügen, Batterieräume und weiteres angetroffen. Das Untergeschoss mit ca. 600 m² besteht aus einigen Lagerräumen, Archiven sowie dem Heizungsraum und einem Essensraum.
Die Stadt Stuttgart beauftragte die Klinger und Partner GmbH mit der Durchführung der orientierenden Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung und dem Erstellen eines Sanierungs- und Entsorgungskonzeptes zur Bewertung einer möglichen Folgenutzung des Gebäudes. Die große Anzahl an Proben hat hierbei ein repräsentatives Bild für Schadstoffe ergeben, wobei diese zum Teil auf die angrenzende Nachschauhalle transferiert werden konnten.
Zwischen Nellmersbach und Erbstetten wurde eine neue Radwegverbindung hergestellt. Hierzu wurden in einem ersten Bauabschnitt vom nördöstlichen Ortsrand Nellmersbach aus bis zur K 1846 auf Höhe des Aussiedlerhofes zwei bestehende Wirtschaftswege auf eine Breite von 3,50 m ausgebaut. Diese sind nun sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Radverkehr nutzbar. Die Länge der ausgebauten Wirtschaftswege beträgt in Summe knapp 500 m.
In zwei weiteren Bauabschnitten wurde ein neuer Radweg mit der Breite von 2,50 m und Sicherheitstrennstreifen entlang der K 1846 errichtet. Zuerst erfolgte der Neubau des Radweges vom Aussiedlerhof bis zum Parkplatz am Söllbach über eine Länge von knapp über 600 m. Anschließend wurde in einer dritten Bauphase der Radweg an den Bestand südlich von Erbstetten angeschlossen. Dieser Abschnitt umfasste weitere 400 m Radweg. Im zweiten und dritten Abschnitt der Baumaßnahme wurde ergänzend zur Herstellung des neuen Radweges auch der bestehende Entwässerungskanal, der parallel verlaufenden K 1846, über eine Länge von ca. 500 m (DN 300 und DN 400) erneuert.
Die Ausführung der gesamten Maßnahme beanspruchte einen Zeitraum von ca. 7 Monaten. Die Fertigstellung des gesamten Radweges erfolgte im Juni 2023.
Die Bushaltestelle „Grauhalde West“ in Schorndorf wird zu einer barrierefreien Bushaltestelle umgebaut. Hierfür wird die Haltestelle in Betonbauweise mit einer Breite von 3,00 m hergestellt. Zudem erfolgt im Bereich der Bushaltestelle eine Deckensanierung der bestehenden Fahrbahn, bereichsweise ist auch der gesamte Asphaltaufbau im Hochausbau zu erneuern. Zwischen Beton- und Asphaltfahrbahn wird zur Entwässerung eine Kastenrinne eingerichtet. Die Gehwegsflächen rund um die Bushaltestelle werden ebenfalls neu hergestellt. Der Umbau der Gehwegsflächen im unmittelbaren Bereich der Bushaltestelle erfolgt in Pflasterbauweise.
Im Zuge der Maßnahme wird der angrenzende Fußgängerüberweg versetzt. Hierfür ist auch die Beleuchtung anzupassen. Für die Herstellung der Barrierefreiheit wird der Bushaltestellenbereich mit Leiteinrichtungen sowie Kontraststreifen ausgestattet. Im zukünftigen Haltebereich der Busse werden Busborde eingebaut. Der Fußgängerüberweg wird ebenfalls barrierefrei umgebaut. Hierbei erfolgt die Umsetzung mittels speziell abgesenkten Bordsteinen (Anschlag sowohl 0 cm als auch 6 cm).
Weitere Arbeiten wie die Verlegung einer über 100 m langen Kabeltrasse sowie Arbeiten im Zuge der Straßenentwässerung (Kastenrinne und Straßenabläufe versetzen und anschließen) werden ebenfalls ausgeführt.
Mit der Umsetzung der Maßnahme wurde im September 2023 begonnen. Die Fertigstellung ist für Mitte Dezember 2023 vorgesehen.
Das zweistrassige Hebewerk stellt den zentralen hydraulischen Baustein der Abwasserreinigung auf der Kläranlage Ittersbach dar. Sowohl aus dem optisch auffälligen als auch bei der Erkundung der Bausubstanz ermittelten Zustand ergab sich eine Dringlichkeit zur Instandsetzung des Bauwerks.
Als Ergebnis der Planung wurde die Instandsetzung des Bauwerks einschließlich Zulaufgerinne ab Sandfang geplant und umgesetzt. Aufgrund der kostenintensiven Wasserhaltungsmaßnahmen (Umpumpen gesamter Zulauf KA) wurde die Betoninstandsetzung einschließlich Ausführung der Arbeiten an den Schneckenpumpen und Schlosserarbeiten innerhalb weniger Wochen umgesetzt. Die Bauzeit wurde trotz unerwarteter Vorkommnisse in der Bauwerkssubstanz bei zur Voruntersuchung nicht zugänglicher abwasserbeaufschlagter Bereiche und darauf folgender Anpassung der Instandsetzungsplanung eingehalten.
Zur Beseitigung des Schmutzfrachtdefizites im gesamten Einzugsgebiet der Kläranlage Heilbronn erstellen die Entsorgungsbetriebe der Stadt Heilbronn (EBH) die Volumenerweiterung des Kanalstauraum „KSR 34“ in Form eines Retensionsbeckens. Das Rückhaltebecken wird grundsätzlich wie ein Regenüberlaufbecken im Nebenschluss erstellt. Das Becken mit 835 m³ Volumen erfährt aufgrund der Standortwahl eine optimale Nutzen-Kosten Nachweis gegenüber mehreren alternativ notwendig werdenden Maßnahmen an verschiedenen Standorten.
Das Becken ist als Rechteckbecken in Stahlbetonbauweise mit einer Grundabmessung von ca. 21 m x 12 m geplant und wird sowohl hydraulisch wie auch bautechnisch in die vorhandenen Anlagen des KSR34 eingepasst. Für die Umsetzung ist eine ca. 8 m - 9 m tiefe wasserdichte Baugrube notwendig, welche unterhalb des Grund- bzw. Neckarwassersspiegels gründet. Ebenfalls aufgrund des anstehenden Grundwassers erfolgt der Kanalanschluss des Beckens an die vorhandenen Anlagen im geschlossenen Rohrvortrieb mit einer Gesamtlänge von ca. 50 m, Durchmesser DN 1200 und DN 800. Die Umsetzung erfolgt bei eingeschränkten Platzverhältnissen im Bestand. Bei der Umsetzung wird der Regelbetrieb und der Hochwasserschutz inklusive Hochwasserpumpwerk der Anlage sichergestellt.
Neben der standardmäßigen Ausrüstung (Reinigung, Entleerung/Pumpen, Zulauf-Ablaufsteuerung/Schieber, Drossel- und Überlaufschwelle) wird als zusätzliches Reinigungsorgan ein Lamellenseparator mit einem Durchflussvolumen von 1.000 l/s in das Becken integriert. Der hierdurch erzielte Reinigungseffekt wird in einer abschließenden Monitoring-Phase erfasst und von der KIT begleitet. Um die Reinigung auch bei Hochwasser (Rückstau aus dem Neckar) sicherzustellen, wurde ein zusätzliches Hochwasser-Pumpwerk mit einer Förderleistung von ca. 500 l/s integriert.
Zur Entlastung des bestehenden Kanalnetzes durch die Erschließung des Neubaugebietes in Heilbronn-Biberach wird das ankommende Oberflächenwasser in den Böllinger Bach und das Schmutzwasser in das bestehende Kanalnetz eingeleitet.
Die Oberflächenentwässerung zwischen Baugebiet und Böllinger Bach wird über ein Absturzbauwerk mit zuleitendem Zulaufbauwerk sowie einem Stahlbetonkanal geleitet. Das Absturzbauwerk dient als Höhensprung und als Speicher. Der Höhenunterschied von knapp 12 Metern zwischen Zulaufleitung und Sohle des Absturzbauwerks wird mithilfe eines Wirbelfallschachtes überwunden. Dieser hat auch die Aufgabe der Regulierung der Geräuschkulisse, der Energie sowie der Wasserführung. Vom Absturzbauwerk ausgehend gelangt das Oberflächenwasser dann über einen Drosselschacht in den Böllinger Bach.
Hergestellt wird das Absturzbauwerk mithilfe einer überschnittenen Bohrpfahlwand, die als Beckenwand dient. Die Pfahllängen betragen hierbei knapp 18 Meter.
Die knapp 100 Meter lange Verbindungsleitung zwischen Drosselschacht und Absturzbauwerk wird mittels Rohrvortrieb DN 1400 hergestellt. Hierbei dient das Absturzbauwerk als Startgrube, das Drosselbauwerk als Zielgrube.
Der höhergelegene Schmutzwasserschacht wird an das tiefergelegene Kanalnetz mittels Spülbohrverfahren angeschlossen
Im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Erweiterung der Kläranlage Aspach von 13.000 auf 20.000 Einwohnerwerte wird ein zweites Nachklärbecken sowie ein neues Zwischenhebewerk gebaut. Ziel ist es, alle Wohnplätze, Weiler und Höfe Aspachs an die Kläranlage anzuschließen.
Das Nachklärbecken wird mithilfe einer überschnittenen Bohrpfahlwand als Rundbecken mit Schlammschildräumer ausgeführt. Zur Beschickung der beiden Nachklärbecken ist es erforderlich, den Wasserspiegel nach den Belebungsbecken anzuheben. Hierfür wird ein neues Zwischenhebewerk mit Rohrschneckenpumpen erstellt, in das ein Verteilerbauwerk und der Schaltraum integriert ist. Der Abzug des Rücklaufschlamms aus dem Nachklärbecken erfolgt über zwei separate Mess- und Regelstrecken. Die erforderlichen Rohrleitungen mit Durchflussmessungen und Regelarmaturen werden in einem neu zu erstellenden Schacht eingebaut. Die Arbeiten werden im laufendem Betrieb der Kläranlage durchgeführt.
Nach Inbetriebnahme des neuen Zwischenhebewerks und des neuen Nachklärbeckens wird das bestehende Zwischenhebewerk abgebrochen.
Das Pumpwerk stellt den zentralen Baustein der Entwässerung des Siedlungsgebiets der Gemeinde Winterbach dar. Durch das fortschreitende Alter der eingebauten Entlastungspumpen war eine Sicherstellung der Schmutzwasserabfuhr im Hochwasserfall perspektivisch nicht mehr gesichert, sodass zu Beginn eine Revision / Bestandserfassung des Bauwerks erfolgte. Als Ergebnis wurde eine Erneuerung aller Pumpen (Gesamtförderleistung 3.000 l/s) einschl. Rohrleitungen und E-Technik, Erweiterung des Schachtbauwerks und eine Instandsetzung der Betonsubstanz des Bauwerks geplant und umgesetzt. Durch das beengte Baufeld zwischen Hochwasserdamm der Rems und Bauwerk mussten für die Baumaßnahme eine verhältnismäßig aufwändige Baugrubensicherung und Gründung erfolgen. Während der gesamten Bauzeit konnte der Betrieb des Hochwasserpumpwerks durch eine aufwendige Bauabschnittsregelung im Tief- /Stahlbetonbau, jedoch ohne kostenintensive externe Pumpenprovisorien, aufrecht erhalten werden.
Die vorhandene Fahrbahn zwischen den Gemeinden Winnenden-Baach und Winnenden-Bürg weist Rissebildungen, Verdrückungen und ausgebrochene Fahrbahnränder auf. Deshalb wurde auf einer Länge von ca. 1200 m die gesamte Fahrbahn ausgebaut. Aufgrund der topografischen Situation entspricht die Trassierung ohne größeren Abweichungen dem ursprünglichen Streckenverlauf. Beim Ausbau der K 1914 wird ein durchgehender Asphaltaufbau mit der Belastungsklasse Bk 3,2 hergestellt. Die Fahrbahnbreite wurde auf mindestens 6,00 m verbreitert. Die gesamte Strecke wurde im Vollausbau hergestellt werden. Durch die Ausbaumaßnahme wurde, insbesondere für den ÖPNV, die Verkehrssicherheit erheblich verbessert.
Im Zuge der Baumaßnahme werden talseitig drei Ortbeton-Stützbauwerke und bergseitig zwei Gabionenwände mit Spritzbetonsicherung errichtet. Die Ortbeton-Stützbauwerke erreichen hierbei Längen von jeweils über 100 m und werden teilweise mit Höhen von über 3,00 m hergestellt. An zwei der Stützbauwerken wurden die Ansichtsflächen mit einer Kunststein-Verblendung hergestellt.
Im Bereich zwischen der Ortslage Schulerhof und der Ortslage Bürg sowie in den beiden Ortslagen wurde zusätzlich der Mischwasser-Ortskanal der Stadt Winnenden mit einer Gesamtlänge von ca. 1000 m erneuert (alt DN 300 und DN 400 Beton, neu DN 400 und DN 630 PVCU).
Diese Maßnahme liegt auf einer Höhe von ca. 362 - 417 m ü. NN.
Desweiteren beinhaltet die Baumaßnahme die Herstellung von zwei Bushaltestellen mit Blindenleitsystemen, die Abfangung eines Geländesprunges mit Hilfe von Mauerscheiben und die Herstellung einer Treppenanlage.
Die Wasenstraße in Urbach ist als Kreisstraße K 1881 die Hauptverkehrsachse zwischen Schorndorf und Urbach und bindet die Urbacher Gewerbegebiete an die B 29 an. Die Verkehrszahlen liegen mit etwa 15.500 Kfz/24 h und einem Schwerverkehrsanteil etwa 436 Kfz/24 h in einem hohen Bereich. Der Fahrbahnbelag weist in vielen Bereichen starke Verdrückungen und Netzrisse auf und ist daher dringend sanierungsbedürftig. Diese Fahrbahnsanierung will die Gemeinde Urbach nutzen, um Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs sowie des barrierefreien Ausbaus der Bushaltestellen umzusetzen.
Der Streckenabschnitt weist zwischen dem Baubeginn bei der Benzstraße und dem Bauende beim Kreisverkehrsplatz Neumühleweg eine Länge von etwa 1,15 km auf. Die Lage befindet sich bis auf einen 330 m langen Abschnitt straßenrechtlich innerorts. Die zulässige Fahrgeschwindigkeit beträgt durchwegs 50 km/h. Für den Busverkehr sind insgesamt 3 Bushaltestellen im Straßenzug vorhanden.
Entsprechend dem Bestand wird der gemeinsame Geh-/Radweg (Zwei-Richtungsverkehr) auf der südlichen Seite der Fahrbahn beibehalten und entsprechend verbreitert. Auf die Anlage von zusätzlichen Radverkehrsanlagen auf der Nordseite wird verzichtet. Der südliche Geh-/Radweg wird in einer Regelbreite von 3,00 m ausgeführt. Mittelinseln bzw. Querungsstellen erhalten eine Breite von 2,50 m zwischen den befestigten Borden. Die Fahrstreifen werden mit einer Breite von 3,75 m (inkl. abmarkiertem Sicherheitsstreifen) vorbeigeführt. Linksabbiegestreifen werden aufgrund deshohen Verkehrsaufkommens und Schwerkehrs mit mindestens 3,00 m Breite trassiert. Die zweistreifige Fahrbahn weist eine Regel-/Mindestbreite von 6,50 m auf.
In das Gesamtkonzept werden die Vorschläge zum barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen integriert und an die Gesamtplanung angepasst. Der Ausbauerfolgt mit Buskapsteinen (Höhe 18 cm) und taktilen Elementen.
Im Planfeststellungsverfahren ist der A 81-AnschlussAS 21 Sindelfingen-Ost im Zuge der Planung BAB A 81 festgestellt worden. Dabei wurde die L 1183 (Mahdentalstraße) mit je einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung bis zu einem Kreisverkehrsplatz südöstlich der Unterquerung der A 81 geführt. Dort begann die Auffahrtrampe zur A 81 in Fahrtrichtung Stuttgart sowie die zukünftig nur noch für den Busverkehr geöffnete Querverbindung über den Goldbach zur K 1055.
Die Stadt Sindelfingen plant als Folge einer Anpassung des Erschließungsnetzes eine Verlängerung der Schwertstraße in östlicher Richtung bis zur L 1183 (Mahdentalstraße) mit Anbindung in Höhe der heutigen Einmündung der Abfahrtsrampe. Die Schwertstraße führt kurz vor der Anbindung an den geplanten Kreisverkehr über eine neu zu bauende Fuß- und Radwegunterführung.
Die Überlegungen der Stadt führten zu dem Vorschlag, die Gesamtsituation an den beiden Rampenfußpunkten der Anschlussstelle AS 21 Sindelfingen-Ost zu ordnen und den bisher auf der südlichen Seite der Anschlussstelle geplanten Kreisverkehrsplatz zum Rampenfußpunkt der nördlichen Seite der Anschlussstelle zu verschieben.
Aufgrund fortschreitender Abfallablagerung wurde mit dem 3. Bauabschnitt der Basisabdichtung im Auffüllabschnitt II der Deponie Einöd (Stuttgart) die Ablagerungsfläche für Abfälle der Deponieklasse I und II erweitert.
Im Bereich der Deponieklasse I wurden eine geologische Barriere und eine mineralische Dichtung eingebaut sowie im Bereich der Deponieklasse II auf der geologischen Barriere eine Kombinationsabdichtung aus mineralischer Dichtung und Kunststoffdichtungsbahn mit Sandschutzmatte. Im Bereich beider Deponieklassen wurde eine flächige Entwässerungsschicht aus Gleisschotter mit Trennvlies zum Abfall eingebaut.
Die Erweiterung schließt an den westlichen und südlichen Bestand des 2. Bauabschnitts an. Die Ausführung der geologischen Barriere und der mineralischen Dichtung konnte im Steilbereich aufgrund von Böschungsneigungen bis 1:1,5 nur in Kassettenbauweise (horizontale Lagen von 25 cm) in zwei Höhenstufen von jeweils 2,5 – 3 m auf eine Gesamthöhe von ca. 5 - 6 m erfolgen. Erst nach Schaffung eines Widerlagers durch eine Abfallgegenschüttung bis auf Höhe der ersten Höhenstufe konnte die zweite Höhenstufe der Abdichtung eingebaut werden. Im Flachbereich (bis zu einer Böschungsneigung von 1:2,5) wurde die geologische Barriere und die mineralische Dichtung hangparallel eingebaut.
Im Osten der Erd- und Bauschuttdeponie - Am Froschgraben (Schwieberdingen)- befindet sich der Rekultivierungsabschnitt RA1. In diesem Abschnitt wurden Abfälle der Deponieklasse I abgelagert. Er umfasst eine Böschungsfläche von ca. 40.000 m² mit einer Böschungsneigung von hauptsächlich ca 1:2,6.
Ende 2021 wurde mit dem Bau der Oberflächenabdichtung begonnen. Nach dem Abtrag von Oberboden und verwertbarem Boden wird eine Profilierungsschicht aus DK I Abfällen eingebaut. Der Aufbau der Oberflächenabdichtung besteht aus einer Trag- und Ausgleichsschicht (d = 30 cm), einer 2,5 mm dicken Kunststoffdichtungsbahn, einem Schutzvlies, einer Entwässerungsschicht (d = 30cm) und einer abschließenden 2 m dicken Rekultivierungsschicht, die später bewaldet wird. Als Erosionsschutz wird auf die Rekultivierungsschicht eine Kokosmatte aufgebracht und zwischenbegrünt. Zur Ableitung von Oberflächenwasser aus der Entwässerungsschicht werden Drainagen mit Anschluss an vorhandenen Oberflächenwassergräben verlegt.
Ehemalige, nicht anderweitig genutzte Deponieflächen bieten sich häufig für den Ausbau von Photovoltaikanlagen (PVA) an. Die Standorte sind oft gut erschlossen und bringen dank der Böschungsneigung sehr gute Voraussetzungen für Solarstromerzeugung mit. Um das Potenzial zu erschließen, wurde von der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden–Württemberg im Auftrag des Umweltministeriums eine Potenzialstudie zur „Erhebung von ehemaligen Deponieflächen als mögliche Standorte für die Errichtung von Photovoltaikanlagen“ in Auftrag gegeben. Die Bearbeitung erfolgte durch die Klinger und Partner GmbH in einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) gemeinsam mit der Ingenieurgruppe RUK GmbH.
Im Zuge der Studie wurde ein umfassender Erhebungsbogen zur Abfrage der erforderlichen Daten entwickelt und durch die LUBW an die Betreiber bzw. Flächenverantwortlichen der potenziell geeigneten Deponiestandorte mit der Bitte um Ergänzung der abgefragten Daten versendet. Nach Auswertung der eingegangenen, ausgefüllten Erhebungsbögen erfolgte durch die LUBW die konkrete Auswahl der im Zuge der Potenzialanalyse zu untersuchenden Standorte. Insgesamt wurden 81 Deponiestandorte untersucht und bewertet.
Im Zuge der Bearbeitung wurde die am Standort installierbaren PV-Leistung anhand eines speziell für die Studie entwickelten Tools ermittelt. Die sinnvoll zur Verfügung stehenden Flächen wurden unter Berücksichtigung von Böschungsneigung und –exposition, von Verschattungen und von sonstigen am Standort bestehenden Einschränkungen, festgelegt. Damit wurden die mögliche Anlagenleistung und die am Standort erzielbaren Erträge berechnet. Weiterhin wurden die Standortbedingungen, die die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage entscheidend mitbestimmen (zum Beispiel Entfernung zu einem möglichen Netzeinspeisepunkt, artenschutzrechtliche Einschränkungen) aufgezeigt und anhand eines erarbeiteten Kriterienkataloges in die Gesamtbewertung integriert.
Aus den erhobenen Daten wurden nach einem mehrstufigen Kriterienraster geeignete Standorte für Photovoltaikanlagen identifiziert. Für die 81 Standorte wurden aussagekräftige Steckbriefe erarbeitet und in einer Broschüre zusammengefasst. Insgesamt bieten diese Standorte rund 125 Hektar nutzbare Fläche für den Photovoltaikausbau auf denen eine PV-Leistung von etwa 123 MWp installierbar wäre.
Durchschnittlich waren die untersuchten Deponien gut bis sehr gut als PV-Standorte geeignet. Nur an drei der untersuchten Standorte konnte kein relevantes Potenzial für eine PV-Nutzung erkannt werden. Zehn der insgesamt 81 Standorte wurden als nur mäßig gut geeignet bewertet. Aufgrund arten- oder naturschutzrechtlicher Einschränkungen wurden an 3 Deponien nur eingeschränkt nutzbare PV-Potentiale ermittelt. An zwölf weiteren Standorten erfolgte eine differenzierte Flächenbetrachtung, da hier neben uneingeschränkt nutzbaren Flächen auch eingeschränkt nutzbare Flächen ermittelt wurden. Die erarbeitete Broschüre kann auf der Homepage der LUBW über den Link https://pd.lubw.de/10413 abgerufen werden.
Die STEG Stadtentwicklung GmbH plant im Auftrag der Gemeinde Wurmberg die Erschließung des ca. 2,9 ha großen Wohngebietes Quellenäcker II am westlichen Ortsrand. Klinger und Partner GmbH wurde mit der Erschließungsplanung und Bauüberwachung beauftragt.
Das derzeit durch Ackerflächen und Streuobstwiesen genutzte Gebiet weist eine sehr herausforderungsvolle Topographie auf, welche sich stark auf die Planung auswirkte. Von Norden und Süden fällt das Gelände mit über 12 % zur Baugebietsmitte hin ab, so dass sich dort eine Senke bildet, welche in Richtung Ortsrand abfällt. Dies hat zur Folge, dass die Erschließungsstraßen, welche senkrecht zu den Höhenlinien verlaufen, sehr steile Längsgefälle erhalten. Bei den zunehmenden Starkregenereignissen, wie in 2021 in Wurmberg stattgefunden, fließt das Regenwasser zum Großteil oberflächig ab und schießt in Richtung der Senke in der Baugebietsmitte. Um das Wasser dennoch möglichst schadenfrei ableiten zu können, wird die Senke von Bebauung freigehalten und stattdessen ein 6,0 m breiter Flutgraben hergestellt, der die Wassermassen geordnet aus dem Gebiet hinausleiten soll.
Für den Regelfall wird das Wohngebiet mit einem modifizierten Mischsystem ausgestattet. Das stärker verschmutzte Niederschlagswasser der Verkehrsflächen sowie das anfallende Schmutzwasser wird über einen Mischwasserkanal der Bestandskanalisation zugeführt. Das auf den Dachflächen anfallende Niederschlagswasser wird mittels privater kombinierter Retentions- und Nutzzisternen zurückgehalten und ergänzend dazu über eine Regenwasserkanalisation an ein neues öffentliches Regenrückhaltebecken außerhalb des eigentlichen Wohngebietes angeschlossen. Parallel zur Abwasserentsorgung wird die Wasserversorgung im Württembergischen System hergestellt und ein Breitbandleerrohrnetz im Auftrag der Gemeinde hergestellt. Zur Versorgung mit Strom-, Gas- und Telekommunikation wurden die zuständigen Versorgungsunternehmen in die Planung mit eingebunden.
Im Oktober 2022 wurde mit der Bauausführung begonnen, die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten ist auf Ende November 2023 geplant. Kanalisation und Wasserversorgung wurden bereits verlegt, so dass es nun an den Ausbau der Leitungen und Verkehrsanlagen geht.
Für den 6-streifigen Ausbau der Bundesautobahn A81 im Bereich Sindelfingen/Böblingen wurde das Ingenieurbüro Klinger und Partner zunächst vom Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) mit der Planung von Behandlungsanlagen für das anfallende Straßenoberflächenwasser an sechs Standorten sowie einem Düker innerhalb des Transportsystems der Streckenentwässerung beauftragt.
Das Projekt wurde mittels Vertragsübernahme durch die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs und –bau GmbH) übernommen. Gemäß Planfeststellungsbeschluss waren zur Behandlung des Straßenoberflächenwassers vor Einleitung in die Vorfluter Kombinationen aus Regenklärbecken und Retentionsbodenfiltern (RKB / RBF) vorgesehen. Basierend auf der Erneuerung des Planungsregelwerks wurden nach Abstimmung mit den Behörden jedoch modernere Retentionsbodenfilteranlagen (RBFA) an fünf Standorten vorgesehen. Am verbleibenden Standort – ungeeignet für eine RBFA – wurde als Ergebnis einer entsprechenden Machbarkeitsstudie zur Ermittlung von alternativen Behandlungsmöglichkeiten eine sogenannte SediPipe-Anlage (modulare Sedimentationsanlagen in Rohrform) durch die Beteiligten als geeignet bestätigt und schließlich geplant.
Der Düker erlaubt eine Unterquerung bestehender großer Leitungsbauwerke mit einer maßgeblichen Transportleitung des Streckenentwässerungssystems, an das eine der RBFA anschließt. Als besondere Herausforderung zeigte sich hierbei außerdem die Vielzahl der sonstigen Bestandsleitungen, insbesondere einer Gasleitung sowie die erforderliche Integration der bestehenden Stützwand zur Autobahn.
Das landesweite Grundwassermessnetz der LUBW umfasst ca. 1.900 Monitoring-Grundwassermessstellen. Diese werden im Rahmen der halbjährlichen Routinebeprobung durch qualifizierte Probenehmer beprobt. Die Daten der Probenahmen werden in die landesweite Grundwasserdatenbank (GWDB) eingepflegt, um die umfassende Datengrundlage über die Grundwasserlandschaft in Baden-Württemberg fortzuschreiben.
Neben den beiden halbjährlichen Hauptrunden werden in weiteren Zwischenrunden ausgewählte Grundwassermessstellen und Quellen zusätzlich beprobt. Die Anzahl der zu beprobenden Messstellen / Quellen variieren je Runde.
Die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH baut ihr Angebot an Wertstoffhöfen kontinuierlich weiter aus. Mit dem Wertstoffhof LAUFFENER FELD auf der Gemeindegrenze Bönnigheim entsteht der nächste moderne und große Wertstoffhof für den Landkreis Ludwigsburg.
Das unbebaute Grundstück umfasst mit ca. 6.000 m² Platz für alle nötigen Anlagenteile eines modernen und komfortablen Wertstoffhofs. Insgesamt wurden ca. 5.000 m² befestigt und diverse Containerstellflächen geschaffen. Hierzu zählt auch eine große 40m lange Abwurframpe zur bequemen Befüllung der Großcontainer.
Neben der Wertstoffhoffläche wurden zudem alle relevanten Anlagenteile für einen Betrieb mit errichtet. Hierzu zählen das Betriebsgebäude (bestehend aus 2 Personalcontainern), eine Fahrzeugwaage, eine Tankfläche sowie die gesamte Infrastruktur. Eine Umzäunung des Wertstoffhofes mit entsprechenden Zufahrtstoren sowie die Gestaltung der umgebenden Grünflächen wurde zeitgemäß umgesetzt.
Das ehemalige Wohnverbund-Gelände der Diakonie Stetten in Kernen wird in ein modernes urbanes Dorf – ein Quartier mit Zukunft - umgewandelt. Die Konversionsmaßnahme wird durch die Projektgemeinschaft Hangweide GbR getragen.
Geprägt wird das zukünftige Quartier durch eine 14m breite Dorfpromenade mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Ableitung des Regenwassers erfolgt oberflächig und speist den geplanten Egelsee, außerdem unterstützen die vielen Retentions- und Grünflächen positiv das lokale Mikroklima.
Der Fahrzeugverkehr im Gebiet soll auf ein Minimum beschränkt werden. Dies wird unterstützt durch die Einbindung des ÖPNVs ins Gebiet und die Herstellung von zwei zentralen barrierefreien Bushaltestellen.
Am Westrand wird ein Feldweg hergestellt, der als zweiter Rettungsweg dienen wird.
Das Ingenieurbüro Klinger und Partner GmbH wurde mit der Planung der Verkehrsflächen, der Trinkwasserversogung, der Umlegung der bestehenden Mischwasser-Kanalisation sowie der Planung der Schmutzwasserkanäle beauftragt.
Um die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen voranzutreiben, stellt das Land Baden-Württemberg über das LGVFG-Förderprogramm finanzielle Mittel zur Verfügung um Städte und Gemeinde zu unterstützen, um unter anderem ihre vorhandenen Bushaltestellen barrierefrei umzugestalten. Dabei sind sowohl die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderungen als auch mit Mobilitätseinschränkungen (Gehhilfen, Rollstuhl) zu berücksichtigen.
Bereits 2015 wurde in Rutesheim unter Berücksichtigung der Vorgaben zur Barrierefreiheit in Zusammenarbeit mit der Klinger und Partner GmbH (und anderen) der zentrale Busbahnhof mit verschiedenen Haltestellen komplett neu gestaltet. Es folgte der sukzessive Umbau diverser Haltestellen in Rutesheim sowie den Ortsteilen Heuweg und Perouse.
In einer weiteren Maßnahme wurden nun zwei Haltestellen in der Flachter Straße sowie eine im Bereich des Freizeitparks Rutesheim („Kraxl Alm“) umgebaut. Dabei galt es nicht nur den eigentlichen Bussteig (Wartebereich) höhentechnisch anzupassen und mit einem taktilen Leitsystem auszustatten, sondern insbesondere auch das Umfeld sowie die Bedürfnisse der anderen Verkehrsteilnehmer zu beachten.
Aufgrund der unzureichenden Gesamtlänge der vorhandenen Busbucht auf der Nordseite der Flachter Straße wurde diese rückgebaut und eine Fahrbahnrand-Haltestelle eingerichtet, wodurch ein vergrößerter Wartebereich für die Fahrgäste geschaffen werden konnte. Auf der Südseite kam auf Wunsch der Stadt eine Sonderlösung zur Führung des Radverkehrs zum Einsatz. Hierbei nutzt der Radschutzstreifen die Busbucht, wodurch eine Kollision mit den Fahrgästen vermieden wird.
Im Bereich der Bushaltestelle am Freizeitpark verläuft die einzige Radwegverbindung von Rutesheim nach Perouse über die Autobahn, die rege genutzt wird. Da die Haltestelle außerhalb gelegen und somit mehr Platz zur Verfügung stand, konnte eine optimale Trennung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer erzielt werden. Entlang der Busbucht wurde ein separater Bussteig hergestellt und der bestehende Radweg dahinter vorbei geführt. Auf diese Weise konnte die bestehende Gefahrensituation aufgelöst werden, bei der die vom Wartehäuschen (das bisher hinter dem Radweg platziert war) zum Bus eilenden Fahrgäste den regen Radverkehr queren mussten.
Die Planungen wurden mit dem Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen des Landkreises abgestimmt.
Die ehemalige Hausmülldeponie Leonberg wird aktuell gemäß den Vorgaben der Deponieverordnung auf einer Fläche von insgesamt ca. 13,8 ha mit einer Oberflächenabdichtung versehen.
Auf einer Ausgleichs- und Tragschicht wird ein Dichtungssystem als Kombinationsdichtung mit mineralischer Dichtung und Kunststoffdichtungsbahn eingebaut. Es folgt eine Entwässerungsschicht und eine 2,0 m dicke Rekultivierungsschicht. Mit der Gesamtstärke des Abdichtungspakets von ca. 3,15 m über die Gesamtfläche wird eine Masse von über 430.000 m³ bewegt. Nach Abschluss der Arbeiten ist eine Waldanpflanzung vorgesehen, so dass ein naturnahes Aussehen erreicht wird.
Aufgrund extrem steiler Böschungen im Bestand sind bereichsweise umfangreiche Profilierungsmaßnahmen zur Abflachung erforderlich, damit das Abdichtungssystem standsicher eingebaut werden kann. Dies bedingt weitere Bodenumlagerungen von über 200.000 m³. In steilen Teilflächen wird zur Gewährleistung der Standsicherheit ein Geogitters eingebaut.
Mit dem Bau der Oberflächenabdichtung werden Umbau und Sanierungsmaßnahmen an Sickerwasserleitungen durchgeführt. Zur Verbesserung der Entgasung bzw. zur Verhinderung lokaler Gasaustritte wurden neun zusätzliche Gasbrunnen hergestellt. Im Zuge der Arbeiten erhalten die Gasfassungselemente neue Abschlussbauwerke und neue Gassammelleitungen. Es werden fünf neue dezentrale Gassammelstellen installiert. Bei der Planung der Deponiegasfassung war die auf der Deponie betriebene Gut-/Schwachgastrennung mit Verwertung bzw. Behandlung zu berücksichtigen.
Nach Beginn der Bauausführung im Juni 2021 ist bis Mitte 2024 etwa die Hälfte der Abdichtungsfläche aufgebracht. Voraussichtlicher Fertigstellungstermin ist Ende 2027.
Quelle Bilder:
Titelbild: ARGE Deponie Leonberg
Bild 1: ARGE Deponie Leonberg
Bild 2 & 3: KuP
Das ehemalige Eugen Bolz Studentenwohnheim, bestehend aus einem Studentenwohnheim mit Kapelle, einem Heimleiterwohnhaus sowie zwei Garagen, soll für einen späteren Neubau des Studentenwohnheims zurückgebaut werden. Das Gelände soll mit RC-Beton sowie bindigem Boden verfüllt werden.
Die Arbeiten begannen mit der orientierenden Gebäudesubstanz- und Schadstoffuntersuchung im Jahr 2020. Im Jahr 2021 wurden Sondierungen durchgeführt sowie ein geotechnisches Gutachten erstellt.
Mit umfangreichen Entkernungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten begann der Rückbau der Gebäude Anfang 2022. Der maschinelle Abbruch dauerte von Februar 2022 bis Juni 2022.
Die Entsorgung von Baurestmassen und die Rückverfüllung des Geländes erfolgte bis Anfang 2023.
Die Klinger und Partner GmbH übernimmt hierbei die orientierende Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung, die geotechnische Begutachtung, die Planung der Rückbauarbeiten sowie die örtliche Bauüberwachung.
Die Neuplanung der B 30 umfasst den Streckenabschnitt zwischen Friedrichshafen (B 31) und Ravensburg / Eschach (Gewerbegebiet Karrer). Die zu erbringenden Ingenieurleistungen (Objektplanung Verkehrsanlagen; HOAI Leistungsphasen 2 bis 4) werden in einer ARGE - Klinger und Partner GmbH und BUNG Ingenieure AG - erbracht. Die vom Regierungspräsidium Tübingen beauftragten Planungsaufgaben für den ca. 16,5 km langen Planungsabschnitt, mit seinen neun neuen Anschlussstellen, werden somit in enger Zusammenarbeit bearbeitet.
Bei diesem Projekt gilt es die Verkehrsachsen der B 30 und B 467 zu bündeln sowie eine Vielzahl an angrenzenden Ortslagen, wie z.B. Liebenau, Langentrog, Hegenen, etc., zu umfahren und so zu entlasten. Die kreuzenden Straßen und Wege sowie das nachgeordnete Netz müssen teilweise ebenfalls an den Neubau der B 30 angepasst werden. Die Baumaßnahme beinhaltet neben dem Straßenbau, den Neubau der kompletten Entwässerungseinrichtungen und der Brückenbauwerke sowie der Herstellung neuer Grünbrücken. Für diesen Planungsabschnitt wurde bereits ab der Voruntersuchung eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mit Bürgerdialogen, Gremiensitzungen und Facharbeitskreisen durchgeführt, was nun in den weiteren Planungsphasen fortgeführt werden soll. Der Ablauf und die Ergebnisse dieser Öffentlichkeitsbeteiligung sind auf der Internetpräsenz des Regierungspräsidiums Tübingen abrufbar.
Der Gebäudebestand der ehemaligen Spedition Willi Betz wurde abgebrochen um Platz für den Industriepark RTunlimited zu schaffen, und so den Wirtschaftsstandort Reutlingen wettbewerbsfähiger, innovativer und zukunftsorientiert zu gestalten.
Der Rückbau begann im Juni 2021 mit umfangreichen Entkernungs- und Schadstoffsanierungsmaßnahmen, gefolgt vom maschinellen Rückbau mit schwerem Gerät. Vor Ort werden die Baurestmassen (Beton Zuordnungswert Z1.1) aufbereitet und in die entstehenden Rückbaugruben verfüllt. Die Maßnahme soll Ende Dezember 2022 abgeschlossen sein.
Die Klinger und Partner GmbH übernimmt hier die orientierende Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung, die Planung der Rückbauarbeiten sowie die örtliche Bauüberwachung und Dokumentation.
Von2017 – 2019 erfolgte die Erschließung des ca. 4,8 ha großen Wohngebietes Halde V im Weinstädter Stadtteil Endersbach zwischen den Straßen Kornblumenweg, Metzgeräcker und der L1201. Diese wurde durch die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH im Auftrag der Stadt Weinstadt betreut. Durch das moderne Wohngebiet trägt die Stadt Weinstadt einen Teil zur Entspannung der derzeitigen Wohnungsmarktproblematik bei.
Das im Gebiet anfallende Niederschlagswasser wurde mittels zweier Regenwasserkanalstränge gesammelt und am südlichen Ende des Wohngebietes über eine neu hergestellte Kanalableitung in ein eigens dafür errichtetes Regenrückhaltebecken südlich der Strümpfelbacher Straße geführt. Von dort wird das Wasser gedrosselt in den Haldenbach eingeleitet. Das Schmutzwasser wird in parallelen Kanälen gesammelt und an die bestehende Mischwasserkanalisation im Hildenfurtweg angeschlossen.
Parallel zur geplanten Wasserversorgung wurden Fernwärmeleitungen durch die Stadtwerke Weinstadt verlegt, die das Wohngebiet mit Wärme aus dem neu Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Weinstadt am Gebietseingang versorgen. Neben der Stromversorgungdurch die Netze BW, erfolgt eine LWL-Erschließung sowohl durch die Unitymedia als auch die Telekom.
Im Vorgriff der Maßnahme wurde die Rommelshauser Straße auf einer Länge von 300 m erneuert inkl. Umlegung bestehender Ver- und Entsorgungsleitungen. Außerdem wurden Radschutzstreifen angelegt, die zum 2021 fertiggestellten Lückenschluss des Radwegs von Weinstadt nach Kernen führen.
Am Flugfeld Böblingen wurde Mitte der 2000er-Jahre entlang der Autobahn A81 ein Lärmschutzwall zwischen Autobahn und Flugfeld aufgebaut. Dieser Damm besteht im Kern aus belasteten Böden aus der Altlastensanierung. Daher erfolgte beim Bau eine Einkapselung durch eine mineralische Basis- und Oberflächenabdichtung.
Die FTG Fernwärmegesellschaft mbH – bestehend aus den beiden Partnern Flugfeld GmbH und Stadtwerke Sindelfingen GmbH – beauftragte die Klinger und Partner GmbH unter Beteiligung der Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH (EGS-plan), Stuttgart, mit der Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung für die Installation einer PV-Anlage auf dem Lärmschutzwall.
Bei der Planung der Anlage war insbesondere die an der Oberfläche des Dammes aufgebrachte mineralische Oberflächenabdichtung zu berücksichtigen. Eine Fundamentierung der Modultische durch Rammfundamente war daher nicht zulässig. Aus diesem Grund erfolgte das Aufbringen von schwergewichtigen Betonblöcken mit nur minimalen Eingriffen in die Dammoberfläche, auf denen die Tische angedübelt wurden. Die Leitungsverlegung erfolgte fast ausschließlich ohne Erdarbeiten innerhalb der Modultische.
Es wurde die komplette Dammlänge von ca. 970 m mit Modultischen belegt. Die Wechselrichter sind innerhalb der Modultische auf der Dammkrone angeordnet. Die Stellung der Trafostation erfolgte bauseits. Bestandteil der Maßnahme war die Erstellung einer Zaunanlage zum Schutz der PV-Anlage vor Vandalismus.
Nach der öffentlichen Ausschreibung der Maßnahme wurde die Firma VISPIRON EPC GmbH & Co. KG, München mit der Ausführung beauftragt. Nach Detailplanung und Materialbestellung erfolgte der Baubeginn im August 2021. Nach Lieferung der Trafostation liefert die Anlage seit April 2022 Strom.
Die aus dem Jahr 1951 stammende alte Hebsacker Brücke (teilweise Bausubstanz aus 1880er-Jahren) musste aufgrund fortschreitender Schäden und daraus folgenden statischen Bedenken gesperrt werden. Eine Instandsetzung stellte sich als wirtschaftlich nicht sinnvoll heraus, sodass die Gemeinden Winterbach und Remshalden den Ersatzeubau der Brücke als interkommunales Projekt mit Förderung des Landes Baden-Württemberg beschlossen.
Die Planung wurde (neben dem ingenieurtechnischen Entwurf) geprägt von den umfangreichen genehmigungsrelevanten Anforderungen, wie zum Beispiel naturschutzrechtliche Fragestellungen bezüglich Artenschutz der Wasser- und Landlebewesen, Hochwasserschutz und Geologie.
Im Zuge der Baumaßnahme waren umfangreiche Arbeiten im Umfeld der Brücke, wie vorübergehende Wegesperrungen und -Umlegungen, als auch im Fließquerschnitt der Rems für die Abbrucharbeiten, das Einbringen der Spundwand für die Erstellung des Mittelpfeilers, Tiefgründung der Brückenwiderlager sowie Erstellung der neuen Brücke in Ortbeton notwendig. Die Fertigstellung des Brückenbauwerks einschließlich Abdichtungsarbeiten erfolgte noch im Dezember 2020.
Im Februar 2021 konnte die Brücke innerhalb der geplanten Komplettbauzeit von weniger als 10 Monaten fristgerecht für den Verkehr freigegeben werden.
Ausbau der bestehenden B 10 auf einen 2-bahnig, 4-streifigen Querschnitt:
Die Planung umfasst den knapp 12,4 km langen Streckenabschnitt zwischen Enzweihingen und der AS S-Zuffenhausen. Innerhalb der ARGE wurde dieser Abschnitt zwischen den beiden ARGE-Partnern aufgeteilt, wobei sich der Abschnittswechsel westlich des Glemstalviadukts befindet.
Im rd. 5,6 km langen Planungsabschnitt von Klinger und Partner sind zwischen Schwieberdingen und der AS S-Zuffenhausen insgesamt drei Anschlussstellen vorgesehen. Dabei wurden im Abschnitt drei Varianten untersucht, die sich auf Grund des bestandsnahen Ausbaus und der Umfahrung von Schwieberdingen jedoch nur geringfügig in ihrer Trassierung unterscheiden.
Die Maßnahme beinhaltet neben dem Straßenbau den Neubau der kompletten Entwässerungseinrichtungen und sämtlicher Brückenbauwerke. Auch die querenden Straßen werden an die Ausbauplanung angepasst. Entlang der Strecke sind zudem aktive Lärmschutzmaßnahmen auf Grundlage der 16. BImSchV vorgesehen.
Klinger und Partner hat sich 2020 dazu entschieden dieses Projekt mit dem entsprechenden Planungsabschnitt als internes BIM-Pilotprojekt umzusetzen, um so die Implementierung von BIM im Unternehmen voranzutreiben. Die erforderlichen Planungsgrundlagen wurden dafür vom Regierungspräsidium Stuttgart zur Verfügung gestellt. Die BIM-Methodik wird bei diesem Pilotprojekt zwar nur auf eine der drei Varianten angewandt, dafür aber mit einer deutlich größeren Detaillierungstiefe (LOD 300) als in der Leistungsphase 2 üblich. Dies ermöglicht die Auseinandersetzung mit einem breiten BIM-Anwendungsspektrum.
BIM-ANWENDUNGSFÄLLE (nach BIM4INFRA2020)
Die Planung umfasst den Streckenabschnitt 4 zwischen BAB-km 673+500 (östlich der Anschlussstelle AS 42 Kupferzell) und BAB-km 684+200 (westlich der AS 44Ilshofen/Wolpertshausen). Im 10,7 km langen Planungsabschnitt befindet sich die AS 43 Schwäbisch Hall, die Kochertalbrücke und die PWC-Anlage „Kochertalbrücke“.
Die Baumaßnahme beinhaltet neben dem Straßenbau den Neubau der kompletten Entwässerungseinrichtungen und sämtlicher Brückenbauwerke mit Ausnahme der Kochertalbrücke. Die Trasse wird mit neuer Achslage und neuen Gradienten geplant. Somit handelt es sich um keine symmetrische Verbreiterung, sondern um eine komplett neue Trassenlage. Kreuzende Straßen und Wege werden soweit möglich in ihrer Lage belassen und an die Ausbauplanung der A 6 angepasst. Die AS 43 Schwäbisch Hall wird gemäß der neuen Lage und Höhe der durchgehenden Strecke umgebaut. Entlang der Strecke werden aktive Lärmschutzmaßnahmen auf Grundlage der 16. BImSchV vorgesehen. Die Kapazität der PWC-Anlagen „Kochertalbrücke Nord und Süd“ werden den neuen Anforderungen entsprechend angepasst.
Für den Planungsabschnitt wurde bereits ab der Voruntersuchung eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mit Bürgerdialogdurchgeführt. Der Ablauf des Bürgerdialogs mit den einzelnen Veranstaltungen, die eingegangenen Einwendungen und die Ergebnisse des Bürgerdialogs sind auf der Internetpräsenz des Regierungspräsidiums Stuttgart abrufbar.
Die Bundesstraße 29 ist eine großräumige Ost-West-Verbindung zwischen der Metropolregion Stuttgart und dem bayerischen Oberzentrum Nördlingen. Sie verläuft entlang der Landesentwicklungsachse von Waiblingen über Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Mögglingen und Aalen bis zur A 7 und weiter zur Landesgrenze Baden-Württemberg/Bayern. Der Streckenzug ist überwiegend autobahnähnlich ausgebaut. Die Eröffnung des Schwäbisch Gmünder Einhorntunnels fand im November 2013, die Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung (OU) Mögglingen im April 2019 statt. Außerdem hat der vierstreifige Ausbau der B 29 zwischen Essingen und Aalen begonnen. Mit der Planung für den vierstreifigen Ausbau zwischen Schwäbisch Gmünd und der OU Mögglingen wird die letzte Lücke im durchgehenden autobahnähnlichen Ausbau der B 29 zwischen Waiblingen und Aalen geschlossen.
Der Planungsbeginn liegt östlich des Einhorntunnels im Bereich der Anschlussstelle (AS) Schwäbisch Gmünd-Ost. Im weiteren Verlauf werden die Ortschaften Hussenhofen, Hirschmühle, Zimmern und Böbingen passiert. Das Ende des Planungsabschnitts befindet sich kurz hinter Böbingen im Übergang zur OU Mögglingen. Insbesondere die Durchquerung der Ortslage von Böbingen stellt hier eine besondere Herausforderung dar.
Die Planung erfolgt nach den Richtlinien für die Anlage von Autobahnen (RAA), Ausgabe 2008. Diese hat der Bund für Neu-, Aus- und Umbauplanungen von Autobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen verbindlich eingeführt.
Die Planung umfasst den Streckenabschnitt zwischen Meersburg-West (Überführung derK7783) und Immenstaad (östlich von Immenstaad). Im ca. 12 km langen Planungsabschnitt befinden sich zukünftig drei neue Anschlussstellen. Es wurden insgesamt 8 Alternativen in 3 unterschiedlichen Korridoren mit gleicher Planungstiefe geplant.
Die Baumaßnahme beinhaltet neben dem Straßenbau den Neubau der kompletten Entwässerungseinrichtungen und sämtlicher Brückenbauwerke sowie der Herstellung neuer Tunnelbauwerke. Zudem müssen die drei Ortslagen Meersburg, Stetten und Immenstaad umfahren werden. Die kreuzenden Straßen und Wege werden so weit möglich in ihrer Lage belassen und an die Ausbauplanung der B 31 angepasst. Lediglich in bestandsnahen Ausbaubereichen sind parallel laufende Nebenstrecken anzuordnen. Entlang der Strecke werden neben aktiven Lärmschutzmaßnahmen auf Grundlage der 16. BImSchV auch artenschutzrelevante Kollisionsschutzwände vorgesehen.
Für den Planungsabschnitt wird bereits ab der Voruntersuchung eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mit Bürgerdialogen (B 31 im Dialog), Gremiensitzungen und Facharbeitskreisen durchgeführt. Der Ablauf des Bürgerdialogs mit den einzelnen Veranstaltungen, die eingegangenen Einwendungen und die Ergebnisse des Bürgerdialogs sind auf der Internetpräsenz des Dialogforums „B 31 im Dialog“ sowie auf der Seite des Regierungspräsidiums Tübingen abrufbar.
Im Vorfeld des 6-spurigen Ausbaus der A 81 müssen im Bereich zwischen der Wolfgang-Brumme-Allee und der Sindelfinger Straße in Böblingen der vorhandene Entwässerungskanal DN 1300 bzw. DN 1400 der Stadtentwässerung Böblingen sowie die dort verlaufende Leibnizstraße aus dem Baufeld der späteren Autobahn sowie der zu verbreiternden Brücken der Bahn und der Sindelfinger Straße über die Autobahn herausverlegt werden.
Im Zuge dieser Arbeiten sind vorbereitende Straßenbaumaßnahmen für die späteren Baumaßnahmen der Brückenverbreiterungen, dem Ausbau der Sindelfinger Straße, der Verlegung der Leibnizstraße sowie der Neuordnung der Einmündung der Leibnizstraße in die Sindelfinger Straße, auszuführen.
Die Kanalarbeiten erfolgen überwiegend in konventioneller Bauweise mit der Rohrverlegung im offenen Graben. Ein Teilbereich der Kanalumverlegung zur Unterquerung der Sindelfinger Straße sowie der parallel dazu verlaufenden Bahnlinie erfolgt in geschlossener Bauweise im Rohrvortriebsverfahren.
Die Gesamtlänge der Kanalverlegung beläuft sich auf ca. 600 m. Die Länge für den Rohrvortrieb beträgt ca. 90 m.
Die Gesamtmaßnahme umfasst die Tief- und Straßenbauarbeiten mit Leitungsverlegung und der Rohrvortriebsarbeiten.
Die Abrechnung der ausgeschriebenen Leistung erfolgt in zwei getrennten Abschnitten. Für den östlichen Bereich der Kanaltrasse von Schacht 8999670.N bis einschließlich Schacht 5790.06A und der Rohrvortriebsarbeiten erfolgt die Abrechnung der Leistungen über den Eigenbetrieb Stadtentwässerung Böblingen (SEBB). Der westliche Abschnitt ab Schacht 5790.06A bis zum Anschluss an den Bestand bei Schacht 148502.N wird über die Stadt Böblingen mit der DEGES abgerechnet (s. Abschnitt 3.14).
Im Vorfeld des 6-spurigen Ausbaus der A 81 müssen im Bereich zwischen der Wolfgang-Brumme-Allee und der Sindelfinger Straße in Böblingen der vorhandene Entwässerungskanal DN 1300 bzw. DN 1500 der Stadtentwässerung Böblingen sowie die dort verlaufende Leibnizstraße aus dem Baufeld der späteren Autobahn so wieder zu verbreiternden Brücken der Bahn und der Sindelfinger Straße über die Autobahn herausverlegt und neugestaltet werden.
Im Zuge dieser Arbeiten wurden vorbereitende Straßenbaumaßnahmen für die späteren Baumaßnahmen der Brückenverbreiterungen, dem Ausbau der Sindelfinger Straße, der Verlegung der Leibnizstraße sowie der Neuordnung der Einmündung der Leibnizstraße in die Sindelfinger Straße notwendig. Die Kanalarbeiten erfolgten überwiegend in konventioneller Bauweise mit der Rohrverlegung im offenen Graben. Ein Teilbereich der Kanalumverlegung zur Unterquerung der Sindelfinger Straße sowie der parallel dazu verlaufenden Bahnlinie erfolgte in geschlossener Bauweise im Rohrvortriebsverfahren. Die Gesamtmaßnahme umfasste die Tief- und Straßenbauarbeiten mit Leitungsverlegung und der Rohrvortriebsarbeiten.
Die Abrechnung der ausgeschriebenen Leistungen erfolgte in zweigetrennten Abschnitten. Für den östlichen Bereich der Kanaltrasse von Schacht8999670.N bis einschließlich Schacht 5790.06A und der Rohrvortriebsarbeiten erfolgte die Abrechnung der Leistungen über den Eigenbetrieb Stadtentwässerung Böblingen (SEBB). Der westliche Abschnitt ab Schacht 5790.06A bis zum Anschluss an den Bestand bei Schacht 148502.N wurde über die Stadt Böblingen mit der DEGES GmbH abgerechnet.
Die Gemeinde Winterbach plant am östlichen Ortsrand die Erschließung des ca. 4,1 ha großen Wohngebietes Riedwiesen mit bis zu 220 Wohneinheiten und einer städtischen Kindertagesstätte. Das Gebiet schließt die Lücke zwischen bestehender Bebauung und der Ostlandstraße, welche den Ort abschließt. Die Haupterschließungsstraße Langer Weg wird als Fahrradstraße ausgebaut – als zukünftiger Abschnitt der Radschnellwegtrasse des Landkreises von Fellbach nach Schorndorf. Entlang der Umgehungsstraße wird zum Schutz des Gebiets eine 220 m lange Lärmschutzwand aus einer Kombination von Fertigteilen und erdgefüllten Korbelementen mit nachträglicher Begrünung errichtet.
Das anfallende Schmutz- und Regenwasser wird mangels Regenwasservorflut und/oder Versickerungsmöglichkeit im Mischsystem an die Bestandskanalisation angeschlossen. Private Zisternen und begrünte Dächer reduzieren die Regenwasserlast im Kanal. Parallel zur Entsorgung wird die Wasserversorgung im Württembergischen System hergestellt. Während der Erschließungsarbeiten findet die Koordination mit den Versorgungsträgern für Telekommunikation und Strom statt.
Aufgrund seiner Lage im Vorland der Rems sind bei der Planung des Wohngebiets Hochwasserereignisse zu berücksichtigen. Wie sich aus dem Namen der Flur vermuten lässt, handelt es sich um ein sehr flaches und feuchtes Gebiet. Der ursprünglich offene Bachlauf des Weilerbachs wurde in den 1970er Jahren verdolt und liegt nun mit sehr geringer Überdeckung (0,60-0,80m), aber großem Durchmesser (DN 2200) in einer der zukünftigen Erschließungsstraßen. Die genannten Randfaktoren wirken sich sehr stark auf die Höhenplanung der Leitungen und des Straßenbaus aus. Die Kanalisation muss die unterirdische Barriere der Verdolung queren und an die flache Anschlusskanalisation angeschlossen werden. Hierzu müssen sämtliche Straßen und Wege im Gebiet angehoben werden, was gleichzeitig dem Hochwasserschutz dient und sich positiv auf die Erdmassenbilanz auswirkt. Am 2.Mai 2023 fand der feierliche Spatenstich mit Auftraggeber, Gemeinderat und sämtlichen an Planung und Bau Beteiligten statt. Nach erfolgreicher Abwicklung der Erschließungsarbeiten konnte das Baugebiet am 25.04.2024 nach fast genau einem Jahr Bauzeit offiziell durch Herrn Bürgermeister Müller eingeweiht werden. Schon jetzt stehen die ersten Bauträger in den Startlöchern, um in ein paar Wochen nach Fertigstellung der Freianlagen und einiger anderer Restarbeiten mit dem Hochbau beginnen zu können und somit so bald wie möglichneuen Wohnraum in Winterbach zur Verfügung stellen zu können.
Die Gemeinde Tiefenbronn beabsichtige die Durchführung umfangreicher Sanierungsmaßnahmen an Kanal, Wasserleitung und Fahrbahn in der Talstraße im Ortsteil Lehningen. Für die Planung und Bauüberwachung wurde KuP durch die Gemeinde Tiefenbronn beauftragt.
Im Rahmen der 2015/2016 durchgeführten Kanal-TV-Befahrung wurden z.T. starke bauliche Schäden an der Kanalisation ermittelt, für die eine Sanierung in geschlossener Bauweise hinsichtlich Restnutzungsdauer und Wirtschaftlichkeit ausgeschlossen wurde. Zur Beseitigung der Schäden werden demnach 20 Kanalhaltungen einschließlich aller Hausanschlussleitungen bis zur Grundstücksgrenze in offener Bauweise erneuert.
Aufgrund der Vielzahl an ermittelten Wasserrohrbrüchen sollte zudem die Wasserleitung über die gesamte Länge erneuert werden. Im Zuge der Sanierungsarbeiten werden die Hausanschlussleitungen in die neuen Wasserschächte geführt und an der Grundstücksgrenze zusammengeschlossen.
Neben den Tiefbau- und Rohrleitungsverlegearbeiten im Auftrag der Gemeinde Tiefenbronn werden außerdem Gas- und Breitbandleitungen im Auftrag der Stadtwerke Pforzheim, sowie Stromleitungen im Auftrag der Netze BW mitverlegt.
Nach den erfolgten Leitungsverlegungen werden Fahrbahn und Gehwege, einschließlich der Straßenbeleuchtung im Vollausbau erneuert.
Die Planung umfasst den Bereich zwischen dem Kreisverkehr und der K 1606 auf der Gemarkung Rielinghausen im Landkreis Ludwigsburg sowie der K 1834 Kirchberg/Murr im Rems-Murr-Kreis. Die Gesamtstrecke beträgt ca. 2.1 km. Die Baumaßnahme beinhaltet neben dem Straßenbau den Neubau eines straßenbegleitenden Geh- und Radweges, sämtlicher Entwässerungsrichtungen, sowie den Ausbau eines parallel geführten landwirtschaftlichen Weges zum Radweg. Mit dem Radweg erfolgt ein Lückenschluss im Zuge des Landesradfernweges zwischen Backnang und Murr.
Der Weg hat auch eine hohe Alltagspriorität. Die kreuzenden Straßen und Wege werden so weit möglich in ihrer Lage belassen und an die Ausbauplanung der Kreisstraße angepasst. Im Zuge der Murrverlegung und eine daraus bedingten Verschiebung der Kreisstraße, wird im Zuge der Sanierung, soweit möglich, die Strecke auf die heute gültigen Planungsvorschriften angepasst.
Die Rhein-Main Deponie GmbH (RMD) betreibt auf der Deponie Wicker in Flörsheim-Wicker eine Gasverwertungsanlage (GVA) in der Deponie- und Biogas als Mischgas zu Strom und Wärme verarbeitet werden. Der mittlerweile in die Jahre gekommene Anlagenbestand und die rückläufigen Deponiegasmengen führen einerseits zur Notwendigkeit einer technischen Ertüchtigung einzelner Anlagenteile, andererseits auch zur Überarbeitung des gesamten Anlagen- und Betriebsführungskonzeptes.
Die GVA ist zum größten Teil in der Technikzentrale der Deponie untergebracht. Im Keller der Technikzentrale wurde die Leitungen von der Biogasanalage und den verschiedenen Teilflächen der Deponie auf zwei Sammelbalken zusammengeführt. Die Leitungen sollten ursprünglich zur Gut- und Schwachgastrennung dienen, werden zukünftig aber zur Trennung von Bio- und Deponiegas eingesetzt. Zur Gasverwertung sind 7 Gasmotoren (GM) installiert. GM 1 – 5 in der Technikzentrale, sowie GM 7 und 8 außerhalb des Gebäudes. Außerdem sind in der Technikzentrale im Wesentlichen 3 Gasverdichter zum Ansaugen des Bio-/Deponiegases, eine Gastrocknung im Deponiegasstrang, zwei Aktivkohlebehälter und Gasanalysen und Durchflussmessungen an verschiedenen Stellen installiert. Im Rahmen der Planung wurde ein neues Analysekonzept erarbeitet. Die alten Gasanalysen und Durchflussmessungen werden dem Konzept entsprechend im Rahmen des Projektes erneuert.
Um das in der Vergangenheit stetig gewachsene Leitungssystem zu vereinfachen und nicht mehr benötigte Anlagenteile zu entfernen, sowei eine effektive Getrenntabsaugung von Bio- und Deponiegas zu realisieren, wurde das Rohrleitungssystem saniert. Um zunächst den Bestand des komplexen Rohrleitungssystemes aufzunehmen wurde durch einen Vermesser ein Laserscann der Technikzentrale angefertigt. Zur weiteren Planung wurden zunächst die vom Vermesser erhaltenen Daten aufbereitet und anschließend die Planung der Sanierung in 3D ausgeführt. In den ersten Leistungsphasen wurden das Projekt im BIM-Standard bearbeitet.
Neben der Erneuerung des in die Jahre gekommenen Anlagenbestandes ist die Realisierung einer konstanten Absaugmenge aus dem Deponiekörper Hauptziel der Sanierung. Die Flexibilität der Stromproduktion der Gasverwertung wird daher zukünftig, in gewissen Grenzen, nur über das Biogas realisiert.
Die BUGA 2019 GmbH betreibt einen Bootsshuttle auf dem Altneckar, der die Verbindung zwischen den Bereichen Nord, Mitte und Süd herstellt. Das Forschungsschiff experimenta liegt ebenfalls am Altneckarufer auf dem Gelände der Bundesgartenschau. Für den Bootsshuttle und das Forschungsschiff mussten fünf Schiffsanlegestellen am Altneckar gebaut werden.
Die Klinger und Partner GmbH wurde mit der Projektunterstützung bei der Planung, Genehmigung und Ausführung für die Schiffsanlegestellen am Altneckar beauftragt.
November 2020
Nach dem Aufbringen einer Oberflächenabdichtung auf der Deponie Sindelfingen wurde durch Kooperation des Abfallwirtschaftsbetriebes Böblingen mit den Stadtwerken Sindelfingen (Naturstrom LK Böblingen GmbH) der Beschluss gefasst, die zur Verfügung stehende Fläche mit einer Photovoltaikanlage zu nutzen. Die Klinger und Partner GmbH wurde unter Beteiligung der Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH mit der Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung der Nachnutzungsanlage beauftragt.
Bereits im Jahr 2019 wurde der 1. Bauabschnitt der Anlage mit einer installierten Leistung von fast 750 KW Peak in Betrieb genommen. In 2020 erfolgte der Zubau des 2. Bauabschnitts ebenfalls mit einer installierten Leistung von knapp 750 KW Peak, so dass nun eine Anlage mit einer Gesamtleistung von ca. 1,5 MW Peak zur Verfügung steht, die den Strombedarf von rund 500 Haushalten deckt.Zur offiziellen Inbetriebnahme des 2. Bauabschnitts der Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Mülldeponie Sindelfingen fand am 11. November 2020 eine Einweihungsfeier – coronabedingt in kleinen Rahmen - statt. Unter den Gästen befanden sich Landrat Bernhard, der Geschäftsführer der Stadtwerke Sindelfingen Dr. Hoffmann sowie der Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Böblingen Bagin.
Die Fläche der ehemaligen Kleingartenanlage Waldäcker III an der Kreuzung Schlieffenstraße und Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg soll für spätere gewerbliche Investitionen geräumt werden. Dazu wurde die Kleingartenanlage auf einer Fläche von ca. 50.000 m² rückgebaut. Unter strengen artenschutzrechtlichen Auflagen wurde die anstehende Vegetation entfernt, ca. 150 Kleingärten rückgebaut und bei Bedarf zuvor von Schadstoffen beräumt. Im Anschluss wurde das gesamte Bodenmaterial (ca. 25.000 m³) bis auf eine Tiefe von 0,5 m einer Verwertung bzw. Entsorgung zugeführt. Hierzu war eine kontinuierliche Kampfmittelüberwachung notwendig. Die Erdmassen wurden nach umfangreicher Deklarationsanalytik freigegeben. Der Grund hierfür waren Altlasten von Sprengmitteleinwirkungen aus dem zweiten Weltkrieg.
Bei diesem für die Stadt Ludwigsburg sehr wichtigen Projekt übernimmt die Klinger und Partner GmbH alle Planungsphasen, die örtliche Bauüberwachung/Aushubbegeitung und die laufende Deklarationsanalytik für die Verwertung bzw. Entsorgung des Bodenmaterials.
Die Stadt Markgröningen hat im Jahr 2018 die Erstellung des allgemeinen Kanalplans des Stadtteils Unterriexingen in Auftrag gegeben. Dabei wurden folgende Schritte durchgeführt:
Hydraulische Kanalnetzberechnung für den Genehmigungszustand (Berücksichtigung bereits genehmigter Bauvorhaben) und die Prognose (Berücksichtigung von Erweiterungsgebieten)
Identifizierung von Bereichen, die aus hydraulischen Gründen Sanierungsbedarf haben
Erarbeitung und hydraulische Prüfung von Sanierungsvarianten für folgende Bereiche: Industriestraße, Jahnstraße, Brücken-/Glemsstraße, Oberriexinger Straße und das RÜB Oberriexinger Straße
Anstelle der ehemaligen Volksbank soll in Zukunft ein attraktives Quartier in der Sindelfinger Innenstadt mit einer hochwertigen Neubebauung entstehen. Der Rückbau begann im Oktober 2019 mit umfangreichen Entkernungs- und Schadstoffsanierungsmaßnahmen. Nach der Entkernung beginnt der maschinelle Abbruch.
Unter dem Motto „Platz machen“ lud der Sindelfinger Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer am 11. Oktober 2019 zum Abbruchstart in das Foyer der ehemaligen Volksbank ein.
Bei diesem für die Stadt Sindelfingen sehr wichtigen Projekt übernimmt die Klinger und Partner GmbH die orientierende Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung, die Planung der Rückbauarbeiten sowie die örtliche Bauüberwachung.
Der Abbruch des Wohn- und Geschäftsgebäudes fand zur Baufeldfreimachung statt. An dieser Stelle soll später eine neugestaltete Erholungsfläche entstehen.
Das Baujahr des Wohn- und Geschäftshauses wurde auf ca. 1900 geschätzt. Umbaumaßnahmen fanden In den Jahren 1958 und 1978 statt. Dabei wurden auch problematische Baustoffe (z. B. Asbest, PCB) eingebaut.
Im Zuge des Gebäuderückbaus sind schwach sowie fest gebundene Asbestprodukte festgestellt worden. Diese konnten im Vorfeld TRGS-konform ausgebaut und entsorgt werden. Das gesamte Untergeschoss wurde nach Abbruch des Gebäudes rückverfüllt.
Die Gemeinde Lichtenwald wurde im Jahr 2017 vom Landratsamt Esslingen mit der Durchführung einer Gewässerschau betraut. Klinger und Partner wurde die Durchführung der Gewässerschau übertragen.
Insgesamt wurden die Gewässerabschnitte des Grunbaches, Reichenbaches, Kaltereutebaches, Geigerbaches und der Geigerklinge in der Gemarkung Lichtenwald begangen. Es wurden verschiedene Beobachtuungen (Erosionen, Totholzaufkommen) dokumentiert sowie einige Missstände an den Gewässern. Die Behebung der Missstände, die im Staatsforst liegen (vor allem Schlagraumablagerungen) unterliegt dem Forstamt Esslingen. Andere Missstände wie z.B. private Bauten am Gewässer müssen von den jeweiligen Anliegern entfernt werden.
Die Ergebnisse der Gewässerschau wurden mit dem Landratsamt Esslingen abgestimmt. Die Nachprüfung der Behebung der Missstände obliegt der Gemeinde Lichtenwald.
Das ehemalige Gemeindezentrum St. Johannes Maria Vianney bestehend aus einer Kirche mit angebauter Pfarrwohnung und -büro, einem Kindergarten sowie einem Gemeindehaus soll für einen späteren Neubau des Gemeindezentrums abgebrochen werden. Der Rückbau begann Anfang 2020 mit umfangreichen Entkernungs- und Schadstoffsanierungsmaßnahmen. Der maschinelle Abbruch dauerte von Mitte Februar 2020 bis zur Abnahme der Arbeiten Ende Juli 2020. Die Klinger und Partner GmbH übernimmt hierbei die orientierende Gebäudeschadstoff- und Bausubstanzerkundung, die Genehmigungsplanung, die Planung der Rückbauarbeiten sowie die örtliche Bauüberwachung.
Zur Baufeldfreimachung für neue Dienstgebäude innerhalb der Rommelkaserne erfolgt der Komplettrückbau dreier Unterkunftsgebäude inklusive des Ausbaus von zum Teil massiven Stahlbetonfundamenten sowie sämtlicher unterirdischer Ver- und Entsorgungs- sowie Medienleitungen.
Vor dem Abbruch finden umfangreiche Entkernungs- und Schadstoffseparierungsarbeiten im Bestand (KMF und Asbest) statt. Schnittstellen bestehen zum laufenden Betrieb einer Bundeswehrkaserne. Außerdem sind die Schnittstellen abzustimmen mit den verschiedenen Ansprechpartnern innerhalb der Bundeswehrverwaltung sowie mit dem Auftaggeber. Der eigentliche Rückbau und die Wiederverfüllung ist wegen der sensiblen Umgebungsnutzung lärmmindernd und staubbindend auszuführen.
Auf der Deponie Schorndorf betreibt die Abfallwirtschaft Rems-Murr AöR (AWRM) eine Wertstoffstation zu Annahme von Wertstoffen und Sperrmüllabfällen sowie einen Häckselplatz zur Grüngutannahme für Privatanlieferer. Um die Übersicht und den Komfort für die Anlieferer zu erhöhen sowie zur Verbesserung des Verkehrs- und Betriebsablaufs wurde eine Neugestaltung der Wertstoffstation geplant.
Im Zuge der Bauarbeiten auf der Wertstoffstation wurden hierzu die bestehenden unbefestigten Flächen abgetragen und asphaltierte Verkehrsflächen inklusive Unterbau geschaffen. In diese wurde im Bereich des Häckselplatzes eine Muldenrinne mit einer Breite von 1 m integriert, um das anfallende Oberflächenwasser abzuleiten ohne die Überfahrbarkeit einzuschränken. Die Muldenrinne mündet in einen Sand- und Geröllfang in dem Grüngutreste zurückgehalten werden.
Für einen zusätzlichen Containerstandort wurde die bestehende Rampe um ca. 17 m erweitert und die neue Standfläche durch eine Betonplatte befestigt. Die Erweiterung der Abwurframpe über Mauerscheiben (L-Steine) wurde im Abfahrtsbereich der Rampe abgetreppt.
Abschließend wurde die Verkehrsführung durch Leitlinien und Verkehrsschilder ausgebaut, damit die Anlieferer zukünftig im Einbahnverkehr schnell zum jeweiligen Abladebereich geleitet werden können.
Die Stadt Wernau (Neckar) hat in den Jahren 2017 bis 2019 das Starkregenrisikomanagement für den Hauptort und das Teilgebiet Freitagshof durchgeführt.
Dieses umfasst folgende Teile:
Gefährdungsanalyse: Erstellung von Starkregengefahrenkarten für die maximalen Überflutungstiefen, Fließgeschwindigkeiten und Überflutungsausdehnung für drei verschiedene Regenereignisse.
Risikoanalyse: Detaillierte Auswertung der Starkregengefahrenkarten, Risikobetrachtung und Erstellung von Risikosteckbriefen für öffentliche Gebäude.
Handlungskonzept: Erstellung eines umfassenden Handlungskonzeptes mit dem Ziel, die Gefahr von starkregenbedingten Überflutungen zu verringern. Dieses umfasst die Informationsvorsorge, die Flächenvorsorge, das Krisenmanagement und die Konzeption baulicher Maßnahmen.
Die bereits stillgelegte Deponie Dettingen-Wachtertal auf der Gemarkung der Gemeinde Dettingen wird durch den ZAV betreut. Hierzu zählt auch die jährliche Überwachung und Kontrolle des Sickerwassersystems. Zur Erhaltung sowie Sicherstellung einer kontrollierten und sicheren Sickerwasserableitung für die nächsten Jahrzehnte werden die vorhandenen Haltungen der Deponie teilweise saniert.
Auf dem Deponiegelände (Los 1) wurde hierzu das vorhandene Sickerwassersystem überprüft. Aus den daraus gewonnen Erkenntnissen wurden neue Leitungstrassen und Schächte zur Entlastung des vorhandenen Sickerwassersystems geplant. Die neuen Leitungen bestehen aus PE-HD 100RC und bieten somit einen hohen Widerstand gegen jegliche Belastungen. Entsprechend der neuen Trassierung wurden auch (zusätzliche) Kontrollschächte errichtet, welche die jährliche Inspektion verbessern. Ein Großteil der Arbeiten fand im Auffüllungsbereich statt. Daher wurden hohe Ansprüche an die entsprechenden Arbeitsschutzbedingungen gesetzt (z.B. Errichtung und Betrieb einer Schwarz-Weiß-Anlage).
Ende 2019 ist die Erneuerung der Sickerwasserableitung außerhalb der Deponie (Los 2) geplant. Zur Schonung der über der Sickerwasserleitung liegenden Steuobstwiesen und Gartenanlagen wird die Erneuerung hier größtenteils grabenlos vorgenommen. Hierzu wird ein Großteil der vorhandenen Leitung im Berstliningverfahren ausgetauscht oder mittels Relining ein Inliner in die bestehende Haltung eingezogen.
Aktueller Projektstand: Los 1 abgeschlossen, Los 2 Bauausführung Ende Oktober 2019.
Die Stadt Rutesheim hat im Jahr 2017/2018 die Erstellung des allgemeinen Kanalplans in Auftrag gegeben. Dabei wurden folgende Schritte durchgeführt:
Hydraulische Kanalnetzberechnung für den Bestand und die Prognose (Berücksichtigung von Erweiterungsgebieten)
Identifizierung von Bereichen, die aus hydraulischen Gründen Sanierungsbedarf haben
Erarbeitung und hydraulische Prüfung von acht Sanierungsbereichen: Gartenstraße, Haus der Kinder, Borsigstraße, Auf der Steige, Im Bonholz, Heimerdingerstraße und Lessingstraße
Im Zuge der Modernisierung des Rathauses in Plochingen wurde in Teilbereichen schwach gebundener Asbest in Form von Bodenklebern ermittelt. Die Teilbereiche wurden im laufenden Betrieb TRGS 519-konform saniert. Während der Sanierung wurden PAK-haltige Dichtungsbahnen festgestellt, welche ebenfalls mit ausgebaut und fachgerecht entsorgt wurden. Aus arbeitstechnischen Gründen mussten der mineralische Estrich und die sich unterhalb des zu entfernenden Vinyl-Bodenbelages befindlichen Fliesen entfernt und entsorgt werden.
Als besondere Herausforderung hat sich das mehrmalige Umsetzen der Abschottungen, die Sanierung im laufenden Betrieb und der enge Terminplan herausgestellt.
Am seit über 40 Jahre zur Abwassereinigung genutzten Vorklärbecken des Gruppenklärwerks Häldenmühle zeigte sich in den vergangenen Jahren zunehmender Sanierungsbedarf an der Betonsubstanz des Stahlbetonbeckens. Zudem sollte der Betriebsaufwand insbesondere für den Schlammtransport und die Reinigung im Vorklärbecken optimiert bzw. vereinfacht werden. Hierzu erfolgte die Ertüchtigung der verfahrenstechnischen Ausrüstung. Die Sanierung war Teilbestand eines langjährigen Sanierungs-programmes an verschiedenen Abwasserbauwerken des Gruppenklärwerks Häldenmühle in Marbach a.N..Unsere Aufgabe war ein Instandsetzungskonzept nach Instandsetzungs-Richtlinien. Die Ausschreibung und Betreuung der Ausführung unter Teilbetrieb der Vorklärung. Es erfolgte eine abschnittweise Aufbringung abwasser-beständiger Beschichtungssysteme in verschiedenen Becken-, Rinnenbereichen und Schlammschächten, sowie bei Rinnen komplexer Geometrie.Parallel wurde eine Erneuerung der technischen Ausrüstung einschließlich Schlammpumpwerk und Elektrotechnik mit Rohrsanierung an der Schlammabzugsleitung durchgeführt.
Der Neubau der Chirurgischen Universitätsklinik mit Hubschrauberlandeplatz stellt den letzten Baustein im Heidelberger Klinikring dar. Die neue Chirurgische Universitätsklinik ergänzt die Medizinische Klinik mit gemeinsamem Eingangsbereich und gemeinsamer Liegendkrankenvorfahrt.
Durch den Neubau des 1. und 2. Bauabschnitts entsteht im Heidelberger Klinikring ein Chirurgisch-Orthopädischer Komplex. Die Realisierung des 1. Bauabschnitts ist als eigenständiges Gebäude für 2013 bis 2016 geplant.
Zur Baufeldfreimachung für die Campuserweiterung (CEF) der Hochschule Fulda erfolgt der Komplettrückbau von 11 Einzelgebäuden der ehemaligen Mühle Heyl im laufenden Hochschulbetrieb.
Die 1954 erbauten Mühlengebäude der Fa. Heyl wurden im Laufe der Jahre durch die angrenzende Bebauung der Hochschule Fulda und eines Industriebetriebes für Geräte-, Mess- und Regeltechnik eingeschlossen.
Vor dem eigentlichen Abbruch erfolgten umfangreiche Vorabmaßnahmen und Schadstoffsanierungsarbeiten (Asbest, Taubenkot etc.). Der eigentliche Rückbau ist wegen der sensiblen Nutzung der angrenzenden Gebäude (Campusgelände der Hochschule Fulda und Industriebetrieb) erschütterungsarm, lärmmindernd und staubbindend sowie unter hohen Auflagen auszuführen.
Die Gemeinden Althengstett und Ostelsheim beabsichtigen einen Radweg zwischen Althengstett und Ostelsheim zu bauen.Der Radweg hat eine Gesamtlänge von ca. 3.000 m, davon liegen ca. 1.730 m auf der Gemarkung Althengstett und ca. 1.270 m auf der Gemarkung Ostelsheim.
Der Radweg beginnt in Althengstett auf einer Höhe von 523 müNN und führt vom Schlüsseläckerweg am Hochbehälter Esslesberg vorbei in Richtung Landesstraße L 183, danach parallel entlang der geplanten Hermann-Hesse-Bahn. Ein kurzer Abschnitt (ca. 130 m) entlang der L 183 wird in einer unbefestigten landwirtschaftlichen Fläche im Vollausbau ausgeführt. Bis zur Gemarkungsgrenze Althengstett - Ostelsheim verläuft der Radweg ansonsten über bestehende Feld- und Waldwege. Auf der Gemarkung Althengstett steigt der Radweg zwischenzeitlich auf eine Höhe von rd. 552 müNN an und fällt bis zur Gemarkungsgrenze Ostelsheim auf eine Höhe von rd. 505 müNN.Auf Ostelsheimer Gemarkung verläuft der Radweg auf einem Waldweg entlang der geplanten Hermann-Hesse-Bahn. Ab der Waldzufahrt zur L183 wird der Radweg über eine Strecke von ca. 440 m in unbefestigter landwirtschaftlicher Fläche im Vollausbau hergestellt. Ansonsten wird der Radweg auf bestehenden Feld– und Waldwegen ausgeführt. Im Außenbereich der Gemeinde Ostelsheim schließt der Radweg dann mit einer Höhe von rd. 465 müNN an einen asphaltierten Feldweg an.
Im Bereich der Feld- und Waldwege wird der Radweg mit einer Breite von 3,0 m ausgeführt, in den restlichen Abschnitten mit einer Breite von 2,50 m. Angrenzend an die Asphaltfläche erhält der Radweg Bankette aus ungebundener Tragschicht bzw. aus vorhandenem Erdmaterial.
Mit dem Ziel der Verbesserung des Lärmschutzes und der Verkehrsverhältnisse wurde der Bau einer Ostumfahrung im Osten des Stadtteils Perouse der Stadt Rutesheim mit plangleichen Anschlüssen an das bestehende Straßennetz realisiert. Hierzu waren Rückbau bzw. Umbau der vorhandenen Verkehrsanlagen einschl. eines Kreisverkehrsplatzes am unmittelbaren Ortsrand und die Verlegung der K 1013 von Malmsheim auf einer Länge von ca. 500 m bis zum neuen Knotenpunkt mit der L 1180 (Ortsumfahrung südlicher Teil) notwendig. Folgende wesentlichen Straßenbauarbeiten sind angefallen:
Neubau des Kreisverkehrsplatzes Ostumfahrung / L 1180 Heimsheimer Straße, L 1180 Richtung Friolzheim K 1013 Richtung Flacht, Umbau L 1180 Richtung Rutes-heim bis Profil 0+130
Um- und Rückbau der bisherigen K 1013 / L 1180 am Ortsrand von Perouse
Verlängerung der Linksabbiegespur zur A 8 an der L 1180 Richtung Rutesheim
Herstellung von Lärmschutzwällen entlang der Ostumfahrung und der L 1180 Richtung Friolzheim
Bau von Radwegen einschl. Anbindung an das neue Brückenbauwerke
Verkehrssicherungsmaßnahmen für die verschiedenen Bauphasen
Straßenausstattungen (Fahrbahnmarkierungen, Leit-einrichtungen, Straßenbeleuchtung usw.)
Zur Überquerung der L 1180 wurde eine Geh- und Radwegbrücke neu gebaut
In einer Ingenieurgemeinschaft von KuP und CDM Smith findet seit Mitte 2016 auf einer nahezu Fußballfeld großen Fläche entlang der Bundestraße B10 in Stuttgart-Ost eine umfangreiche Altlastensanierung statt. Die giftigen Rückstände des früheren, in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Gaswerkes wurden bis Mitte der 1950er Jahre in Kiesgruben und Baggerseen auf der Fläche abgelagert. Zum Schutz des Grundwassers müssen die schadstoffhaltigen Geländeauffüllungen nun aufwändig entfernt werden. Dafür werden ca. 70.000 Tonnen stark verunreinigten Bodens komplett ausgetauscht und durch sauberes Material ersetzt. Parallel dazu werden umfangreiche Reinigungs- und Überwachungsmaßnahmen für das Grundwasser betrieben. Bis Anfang 2018 sollen die Baumaßnahmen zum Bodenaustausch abgeschlossen sein, so dass sich die Sanierungserfolgskontrolle anschließen kann.
Die Firma MANN+HUMMEL GmbH hat sich entschlossen in Ludwigsburg ein neues Technologiezentrum zu erstellen.Mit dieser Maßnahme werden auch die Außenanlagen einschließlich Treppenlagen, Wege, Aufenthaltsflächen und die Bepflanzung repräsentativ hochwertig und gestalterisch anspruchsvoll neu hergestellt.
Die bestehende Logistikstraße wird unter Betrieb in Abschnitten erneuert. Für Besucher werden Parkplätze vor dem Eingang des Technologiezentrums angeordnet. Die Außenanlagen werden durch die Bepflanzung mit Gräsern, Bodendeckern, Sträuchern und Bäumen verschönert. Um die Funktionalität sicherzustellen werden verschiedene Geländer, Drehschleusen, Beleuchtungen, Kartenleser etc. installiert. Im Zufahrtsbereich entsteht eine neu gestaltete anspruchsvolle Zaun- und Toranlage.
Die intensive und extensive Dachbegrünung im Bereich von Höfen und Dächern wird durch unterschiedliche Ausstattungsprogramme hinsichtlich der Möblierung ergänzt.
Die Geoteam Ingenieure Bau GmbH betreuen als Erschließungsträger im Auftrag der Gemeinde Althengstett die Erschließung des ca. 5,68 ha großen Wohngebietes „Brunnenstraße“ im Althengstetter Ortsteil Neuhengstett. Durch das entstehende Wohngebiet trägt die Gemeinde Althengstett einen Teil zur Entspannung der derzeitigen Wohnungsmarktproblematik bei.
Das im Gebiet anfallende Abwasser wird im modifizierten Mischsystem gesammelt, wobei das Trennschachtsystem (Multro) zur Reduzierung der erforderlichen Grabenbreiten und Schachtmengen zum Einsatz kommt. Um der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung Rechnung zu tragen entsteht am südlichen Ende des Baugebietes ein unterirdisches Regenrückhaltebecken, welches durch dezentrale Zisternen der Grundstückseigentümer ergänzt wird. Zur Ableitung der Drosselwassermenge sowie der Außengebietsabflüsse ist eine Aufdimensionierung der Kanalisation in den anschließenden Straßenzügen erforderlich. Parallel zur geplanten Wasserversorgung sind Fernwärmeleitungen der Gemeinde geplant, welche an ein geplantes Blockheizkraftwerk im Keller der Grundschule angeschlossen werden sollen. Neben der Stromversorgung durch die Netzte BW erfolgt eine LWL-Erschließung sowohl durch die Unitymedia als auch durch die Gemeinde.
Die Gemeinde Gingen an der Fils hatte in der Vergangenheit mehrfach mit Überflutungen infolge von Hochwasserereignissen zu kämpfen, so auch zuletzt im August 2002. Mitverantwortlich für die Hochwasserproblematik ist der Barbarabach.
Der Barbarabach entspringt zwischen dem Gewann Fränkel und dem Weiler Grünenberg und erreicht nach einer Fließstrecke von ca. 3 km die Ortslage von Gingen. An der Ortslage von Gingen mündet der Barbarabach in eine Verdolung DN 1200. Die Leistungsfähigkeit dieser Verdolung mit ca. 5,2 m³/s ist ebenso wie die eines etwa 340 m stromaufwärts gelegenen Durchlasses zu gering. Daher können bereits Hochwasserereignisse mit einer Wiederkehrdauer von unter 10 Jahren zu Überflutungen in der Ortslage von Gingen führen. Dies zeigt die Notwendigkeit einer Verbesserung der Hochwassersituation.
Die Gesamtmaßnahme umfasst die Verlegung und den Ausbau des Barbarabaches auf einer Länge von ca. 1200 m. Darin enthalten sind die Erneuerung des Durchlasses ca. 340 m oberstrom der Ortslage von Gingen und der Neubau eines Trennbauwerkes mit anschließendem Durchlass unter der K1438 sowie die Verlegung des Barbarabaches entlang der Ortslage Gingen. Im Rahmen des Neubaues der B10 wird der Barbarabach bis zur Einmündung in die Fils neu trassiert und gestaltet.
Der Gründelbach, der flussabwärts in den Altneckar mündet, stellt sich auf der Gemarkung Freiberg teilweise als ökologisch wertvolles Gewässer dar und teilweise als streng geradlinig verlaufender, tiefer Graben mit steilen und teilweise stark erodierten Böschungen.
Im Rahmen der Renaturierung im Sommer 2016 wurde der Gründelbach unter Berücksichtigung hydraulischer Anforderungen ökologisch aufgewertet und die Grundlagen für einen artenreichen Lebensraum geschaffen.
Durch Abflachungen der Vorländer wurden Ausuferungsbereiche und Retentionsräume geschaffen und durch eine Auflockerung der Linienführung mit mäandrierendem Verlauf eine Verlangsamung der Abflussgeschwindigkeiten erwirkt, die zur Reduzierung der hydraulischen Belastung und Erosionen des Flussbetts führen.
Zusätzlich wurden zwei Sohlgleiten gebaut, um das Sohlgefälle des umliegenden Gewässerverlaufs zu reduzieren.
Besonders erosionsgefährdeten Uferböschungen wurden, zu großen Teilen naturnah, durch "lebenden Verbau" gesichert, z.B. mit Holzkrainerwänden oder Weidenspreitlagen. Auf den Einsatz von massiven Verbauformen mittels Steinblöcken wurde weitgehend verzichtet und nur an besonders kritischen Stellen zurückgegriffen, wie zum Beispiel oberhalb einer Gewölbebrücke und am Regenüberlauf aus dem Kanalnetz.
Die Maßnahme wurde teilweise gemäß der Richtlinie des Umweltministeriums für die Förderung Wasserwirtschaftlicher Vorhaben (FrWw 2015) gefördert.
Mit dem Eigenanteil der Maßnahme wurden Ökopunkte als Ausgleichsmaßnahme für ein Neubaugebiet gesammelt.
Dazu auch ein Bericht aus der Ludwigsburger Kreiszeitung:
http://www.lkz.de/home_artikel,-Der-Gruendelbach-laedt-zum-Spaziergang-_...
Es wurden insgesamt 6 Brunnen, Durchmesser 80 cm, mit Tiefen zwischen ca. 25 und ca. 45 m im Altbereich der Deponie hergestellt. Ziel war es, die Möglichkeiten zur Überwachung des Wasserstandes im Deponiekörpers zu verbessern und im Bedarfsfall das Abpumpen von Sickerwasser bzw. das Absaugen von Deponiegas zu ermöglichen.
Die eigentlichen Bauarbeiten erfolgten nach Planung, Ausschreibung und Vergabe der Baumaßnahme im September und Oktober 2015
Die Gemeinde Kernen im Remstal erschließt das Gewerbegebiet „Lange Äcker II“ in Kernen- Rommelshausen. Zur Erschließung der Teilflächen A2 und A3 ist von der Ecke Wilhelm-Maybach-Straße und Willy-Rüsch-Straße ein Stichweg einschließlich einer Wendeplatte anzulegen.
Die entwässerungstechnische Erschließung von Straßen- und Hofeinfahrten erfolgt über einen neu herzustellenden Mischwasserkanal bzw. Regenwasser nach Rückhaltung in einem vorhandenen RRB. Im Zuge der Erschließung des Baugebietes werden Versorgungstrassen für die Gas-, Wasser- und Stromversorgung sowie Telekommunikation und Breitbandverkabelung errichtet. Die Ausführung erfolgte z. T. durch die Versorger auf eigene Kosten. Vom bestehenden Wasserleitungsschacht wird die ankommende Wasserleitung DN 100 GGG bis in die Wendeplatte als Stichleitung verlängert.
Da die neu anzulegende Stichstraße in Verlängerung der Wilhelm-Maybach-Straße verläuft, wird der dort vorhandene Querschnitt aufgegriffen und fortgeführt. Dies bedeutet eine Regelfahrbahnbreite von 6,50 m und ein einseitiger Gehweg von 1,50 m. Um das Wenden und Abbiegen von Last- und Sattelzügen zu ermöglichen wird der Fahrbahnquerschnitt im Bereich der Wendeplatte auf 8,00 m und im Kurvenbereich auf ca. 8,80 m aufgeweitet.
Die Stadt Heimsheim beabsichtigte die Erschließung eines ca. 9,2 ha großen Wohngebietes in westlicher Ortsrandlage im Bereich zwischen der L1175 und der Parkstraße zur Erweiterung des Wohngebietes „Lailberg I“.
Durch das Wohngebiet kann die Stadt Heimsheim den aktuell hohen Bedarf an Wohnbauflächen abdecken.Als Erschließungsträger wurde die GSL Gesellschaft für Stadt- und Landentwicklung mbH, Stuttgart, beauftragt. Mit der Erschließungsplanung und der Bauüberwachung wurde KuP durch die GSL beauftragt.
Die entwässerungstechnische Erschließung erfolgt im Trennsystem (platzsparendes Multroschachtsystem) über geplante und vorhandene Kanäle zur Kläranlage bzw. Regenwasser nach Rückhaltung in einem Stauraumkanal und Rückhaltezisternen im Baugebiet sowie einer neu herzustellenden Regenwasserableitung in den nahe gelegenen Kotzenbach.
Im Zuge der Erschließung des Baugebietes werden Versorgungstrassen für die Gas-, Wasser- und Stromversorgung sowie Telekommunikation und Breitbandverkabelung errichtet, die Ausführung erfolgt z. T. durch die Versorger auf eigene Kosten.
Die verkehrstechnische Erschließung erfolgt über einen neuen Anschluss an den bestehenden Kreisverkehr an der L1175 in Norden sowie über die bestehende Parkstraße im Süden, die bautechnisch an die neuen Anforderungen angepasst wird. Innerhalb des Baugebietes werden in den Straßenzügen in begrenztem Umfang öffentliche Stellplätze ausgewiesen.
Die Stadt Heilbronn richtet im Jahr 2019 die Bundesgartenschau aus, welche sich über das ehemalige Bahngelände (Fruchtschuppen-Areal) erstrecken wird. Im Zuge dessen wird auf einem Teil der Baufläche von verschiedenen Bauträgern und Architekten eine Musterbaufläche eingerichtet. Nach dem Ende der Bundesgartenschau soll ein Großteil der Flächen als Wohnbebauung umgewidmet werden.
Um das Gelände ohne Verkehrsbeeinflussung direkt an den alten Neckar anschließen zu können, muss die B 39 bzw. die Kalistraße umverlegt und teilweise zurückgebaut werden. In der Kalistraße befinden sich die Hauptversorgungsleitungen Gas, Wasser und Abwasser der Stadt Heilbronn. Diese Leitungen mussten ebenfalls in eine neue Trasse umverlegt werden.
Im November 2013 hat die Klinger und Partner GmbH den Auftrag für die Neuplanung der Leitungstrassen, die Leitungskoordination sowie die Organisation des Terminablaufes erhalten. Hierbei waren auch weitere Bauwerke im Zuge der Bundesgartenschau zu berücksichtigen. Eine wichtige Randbedingung der Planung war der Erhalt der Betriebsfähigkeit eines Teils der Hauptversorgungsleitungen während der Umbauphase.
Im Rahmen der Bundesgartenschau 2019 wird die Hauptmedientrasse komplett neu verlegt.
Für die Gas- und Wasserversorgungsleitungen mussten in einem Bereich der Straßenquerung Rampe Kalistraße Rohrvortriebe als Schutzrohre hergestellt werden. Die Schmutzwasserleitungen wurden im größten Teil in Unterwasservortrieb hergestellt.
Verschiedene Schacht- und Regelbauwerke mit Einbindung in das Grundwasser.
Einbindung der Gas- und Wasserleitungen an den bestehenden Neckardüker im Bereich der Brücke. Durch die Absenkung des vorhandenen Geländes als Gartenschaufläche musste der Anschluss unterhalb des Wasserspiegel des Neckars bzw. des Grundwasserspiegels erfolgen. Hierzu musste eine wasserdichte Baugrube, hergestellt werden.
Schadstofftechnische Erkundung im Vorfeld energetischer und brandschutztechnischer Generalsanierung.
Besonderheiten:
Erfassung und Bewertung von Gebäudeschadstoffen und Störstoffen bei Entkernungsarbeiten
Umfassende Bauteilerkundungen unter Nutzungsbedingungen
Zahlreiche Kleinverwendungen von schwachgebundenem Asbest
Erweiterung der mechanischen und biologischen Stufe des GKW Ditzingen. Da die Reinigungsanforderungen an das Gruppenklärwerk verschärft wurden, muss die mittlerweile veraltete Technik auf den neusten Stand gebracht werden. Insbesondere erfolgt eine Erneuerung der mechanischen und biologischen Stufe. Eine umfangreiche Sanierung der Anlagensubstanz wird durchgeführt. Gebäude und Becken bleiben weitestgehend erhalten und werden betontechnologisch saniert. Die Maschinentechnik wird in großen Teilen ausgetauscht. Es erfolgt eine verfahrenstechnische Optimierung der Anlage aus energetischer und betriebstechnischer Sicht.
Sanierung von Primär- und Sekundärkontaminationen an Mobiliar und Bausubstanz.
Besonderheiten:
Abschnittsweise Sanierung unter laufendem Schulbetrieb
Abschnittsweise Freigabemessungen
Durchführung von Probesanierungen zur Ermittlung möglicher Sanierungszielwerte